Zahl der Lernenden und Lehrpersonen an Aargauer Volksschulen gestiegen
Per Stichtag 15. September 2025 besuchen 84'188 Schülerinnen und Schüler die öffentliche Volksschule im Kanton Aargau. Damit liegt die Zahl der Lernenden leicht über dem Vorjahreswert. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Lernenden um 11'194 (+15,3 Prozent) gestiegen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Vollzeitäquivalente der Lehrpersonen um 903 auf 6'319 (+16,7 Prozent), die sich 9'957 Lehrpersonen teilen. Dies teilt die Staatskanzlei mit.
Im Schuljahr 2025/26 werden an den öffentlichen Aargauer Schulen insgesamt 84'188 Volksschülerinnen und Volksschüler unterrichtet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 658 Lernenden (+0,8 Prozent). Die Zahl der Lernenden ist im Kindergarten, in der Primarschule und in der Realschule gestiegen. In den Bezirks- und Sekundarschulen sind sie im Vergleich zum Vorjahr hingegen leicht zurückgegangen.
Die Zahl der Lehrpersonen nahm gegenüber dem Vorjahr von 9'835 auf 9'957 zu (+1,2 Prozent). Die Vollzeitäquivalente erhöhten sich um 96 auf 6'319 Vollzeitstellen (+1,5 Prozent). Der Frauenanteil an den öffentlichen Aargauer Volksschulen beträgt über alle Schulstufen hinweg 79,5 Prozent.
Primarschulen: grosse Spannweite, Mehrklassenunterricht vor allem an kleinen Schulen
Im Schuljahr 2025/26 führten 192 der insgesamt 197 Aargauer Gemeinden eine Primarschule. An diesen Schulen, die teilweise in Verbänden organisiert sind, wurden zwischen 20 und 1'810 Lernende in 2'320 Abteilungen (Schulklassen) unterrichtet. An den 63 Primarschulen mit weniger als 100 Lernenden wurde häufig mehrklassig unterrichtet (60,1 Prozent der Abteilungen), während dies in den 32 Schulen mit mehr als 400 Lernenden seltener vorkam (4,1 Prozent der Abteilungen).
In der Primarschule unterrichten 5'260 Lehrpersonen mit insgesamt 3'275 Vollzeitäquivalenten. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad des Lehrpersonals liegt bei 65,2 Prozent. Der Frauenanteil beträgt 84,5 Prozent.
Sekundarstufe I: leichte Abnahme in Folge des verschobenen Einschulungszeitpunkts
Auf der Sekundarstufe I ist im aktuellen Schuljahr ein leichter Rückgang der Lernendenzahlen zu verzeichnen. Dieser ist auf die Verschiebung des Einschulungszeitpunkts in den Jahren 2013 bis 2017 zurückzuführen. Damals wurde der Stichtag für den Kindergarteneintritt schrittweise vom 30. April auf den 31. Juli verlegt. Dadurch entstanden vorübergehend grössere Jahrgänge, die ab dem Schuljahr 2021/22 in die Oberstufe übergetreten sind und dort zu einem stärkeren Anstieg der Lernendenzahlen führten. Im vergangenen Schuljahr hielten sich Ein- und Austritte grosser Jahrgänge ungefähr die Waage, weshalb die Lernendenzahlen weitgehend stagnierten. Seit dem Schuljahr 2025/26 nimmt die Zahl der Lernenden auf der Sekundarstufe I nun wieder leicht ab.
An der Sekundarstufe I unterrichten 2'886 Lehrpersonen mit insgesamt 1'961 Vollzeitäquivalenten. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad liegt bei 70 Prozent. Der Frauenanteil beträgt 58,9 Prozent.
Berufsbildung: Mehrheit absolviert Berufslehre, Lernendenzahlen steigen
Die Mehrheit der Jugendlichen beginnt nach der Volksschule eine Berufslehre. Die Berufsfachschulen verzeichnen im Schuljahr 2025/26 insgesamt 17'184 Lernende. Das sind 333 Lernende mehr (+2,0 Prozent) als im Vorjahr. Insgesamt 1'335 Lernende streben einen Abschluss der beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) an. 15'366 Berufslernende besuchen eine Berufsausbildung, die mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abschliesst. Davon absolvieren 1'586 gleichzeitig die Berufsmatur (BM I). 483 Lernende besuchen nach der Lehre eine Vollzeit- oder Teilzeitausbildung mit dem Ziel, die Berufsmaturität II zu erlangen.
An den Aargauer Berufsfachschulen unterrichten 990 Lehrpersonen mit insgesamt 591 Vollzeitäquivalenten. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad des Lehrpersonals liegt bei 60 Prozent. Der Frauenanteil beträgt 47,7 Prozent.
Mittelschulen: Zunahmen bei Gymnasium und Fachmittelschule
Im Schuljahr 2025/26 besuchen 1'735 Schülerinnen und Schüler eine Wirtschafts-, Informatik- oder Fachmittelschule. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Lernenden um 200 gestiegen (+13,0 Prozent). Besonders deutlich ist die Zunahme bei den Fachmaturitäten mit 89 Lernenden (+52,4 Prozent). Auch die Zahl der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten hat gegenüber dem Vorjahr um 265 auf 4'993 Lernende zugenommen (+5,6 Prozent). Zu diesem Zuwachs trägt auch die Inbetriebnahme der neuen Kantonsschule Stein bei, die ab dem Schuljahr 2025/26 die neu eintretenden Schülerinnen und Schüler aus dem Fricktal unterrichtet. In den Vorjahren wurden diese teilweise in den Nachbarkantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt beschult.
An den Mittelschulen unterrichten 867 Lehrpersonen mit insgesamt 545 Vollzeitäquivalenten. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad liegt bei 64,3 Prozent. Der Frauenanteil beträgt 50,7 Prozent.