Severin Lüscher legt Grossratsmandat nach den Sommerferien nieder
Grossrat Severin Lüscher (63, GRÜNE) legt sein Mandat per 14. August nieder. Dies teilt seine Sektion Kulm der Grünen mit. Aus dem Bezirk Kulm seit 2015 ins Kantonsparlament entsandt, gehörte der Schöftler Hausarzt während gut zehn Jahren der Fachkommission Gesundheit und Sozialwesen (GSW) an, die er in der Legislatur 2021-24 präsidierte.
Seit ihrer Gründung 2008 bei den GRÜNEN Bezirk Kulm aktiv, politisch jedoch weitgehend unbekannt, wurde Severin Lüscher 2015 in die Pflicht genommen, als Nachfolger des ersten GRÜNEN Grossrats aus dem Bezirk Kulm, Biobauer Ruedi Weber («Trolerruedi»). In der Fachkommission GSW war er Verfechter einer nachhaltig gesicherten und zugänglichen Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Raum, wie z.B. im Bezirk Kulm, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Zu aktuellen Themen äusserte er sich immer wieder kritisch und pointiert im «Wynentaler Blatt» und in weiteren Aargauer Medien.
Das umfangreichste Geschäft seiner Amtszeit war die «Gesundheitspolitische Gesamtplanung» GGpl 2030, verzögert durch Ungeplantes und Dringliches wie die Coronapandemie, die Kriegsgefüchtete aus der Ukraine oder das Finanzhilfegesuch des Kantonsspitals Aarau. «Am meisten Freude bereitete es mir, gemeinsam mit der GRÜNEN Fraktion, mit «meiner» GSW-Kommission und über alle Parteigrenzen hinweg tragfähige Lösungen für den Kanton Aargau zu erarbeiten, die auch im Bezirk Kulm funktionieren. Hitzige Debatten gehörten ebenso dazu wie freundschaftlicher Austausch und eine Prise Humor», so seine Bilanz. «Als Privileg empfand ich auch die respektvolle politische Zusammenarbeit mit Susanne Hochuli und mit Jean-Pierre Gallati als departementsverantwortlichen Regierungsmitgliedern.» Bei allen Wählerinnen und Wählern im Bezirk Kulm, die ihm ihr Vertrauen geschenkt haben, bedankt er sich von Herzen.
Lüscher wird dem Rat fehlen
Der Gesundheitspolitiker Severin Lüscher ist im Rat mit seiner ruhigen und überlegten Art, seinem undoktrinären, unpolemischen, kenntnisreichen und sachbezogenen Politisieren zu einer sehr kompetenten Stimme geworden, der man auch in allen anderen Fraktionen gut zugehört hat. Er wird dem Rat fehlen.
Das ist Magi Keller
Als Nachfolgerin rückt laut Mitteilung Margareta (Magi) Keller (58) nach. Die erfahrene Sozialarbeiterin FH, beruflich langjährig im Bereich Kindesschutz engagiert, freut sich auf die neue Herausforderung. Sie wird in der Mitteiilung so zitiert: «Mit grosser Freude werde ich im Grossen Rat die grünen Anliegen vertreten und wie mein Vorgänger gemeinsam Lösungen für den Kanton Aargau erarbeiten». Sie wird sich, entsprechend ihrer fachlichen Expertise, wie ihr Vorgänger mit Sozial- und Gesundheitspolitik befassen.