Zu wenig Sonderschulplätze – Gemeinden sollen konkrete Beispiele melden

Zu wenig Sonderschulplätze – Gemeinden sollen konkrete Beispiele melden
Bildungsdirektorin Martina Bircher (im Bild im Grossen Rat) wird von den Gemeinden zum Thema Sonderschulplätze zu einer Sitzung eingeladen. Foto: Michael Küng

Die Situation im Bereich der Sonderschulplätze beschäftigt die Aargauer Gemeinden weiterhin stark. In zahlreichen Fällen stehen nicht genügend geeignete Sonderschulplätze zur Verfügung, obwohl ein entsprechender Bedarf besteht. Dies schreibt die Gemeindeammännervereinigung des Kantons Aargau (GAV) in ihrem neusten Update.

Dies führe dazu, dass Kinder und Jugendliche teilweise nicht zeitnah am geeigneten Förderort beschult werden können oder Gemeinden gezwungen sind, auf private Angebote auszuweichen. Die daraus entstehenden Mehrkosten werden häufig von den Gemeinden getragen, obwohl die Zuständigkeit für die Sonderschulung heute beim Kanton liegt.

Bildungsspitze des Kantons von GAV zu Sitzung eingeladen

Der Vorstand der GAV ist der Auffassung, heisst es dazu im Update, dass die bestehenden Herausforderungen gemeinsam mit dem Kanton vertieft diskutiert werden müssen. Aus diesem Grund wurden die Vorsteherin des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS), Martina Bircher, der Leiter der Abteilung Volksschule sowie der Leiter der Abteilung Sonderschulen zur nächsten Vorstandssitzung eingeladen. Ziel des Austauschs sei es, die aktuelle Situation aus Sicht der Gemeinden aufzuzeigen und gemeinsam mögliche Lösungsansätze zu erörtern.

Gemeinden sollen Beispiele melden

Damit die Anliegen der Gemeinden möglichst praxisnah eingebracht werden können, seien alle Gemeinden eingeladen, heisst es weiter, "der Geschäftsstelle konkrete Beispiele, Erfahrungen oder Problemstellungen aus ihrem Gemeindealltag zu melden". Diese sollen in den Austausch mit den kantonalen Verantwortlichen einfliessen und "dazu beitragen, die bestehenden Herausforderungen sichtbar zu machen und Verbesserungen anzustossen".