Wasserknappheit wegen Trockenheit: wie Bodenbewirtschaftung langfristig sichern?
Die anhaltende Trockenheit zeigt deutlich, dass in der Landwirtschaft Anpassungen notwendig sind, um eine langfristige und nachhaltige Produktion sicherzustellen. Dies schreibt der Aargauer SVP-Nationalrat Alois Huber in einer neu eingereichten Interpellation. Er schreibt weiter: "Die vergangenen Jahre zeigen deutlich auf, dass die Verfügbarkeit von Wasser auch in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung für die produzierende Landwirtschaft darstellen wird."
Aus diesem Hintergrund sei ein entschlossenes und zeitnahes Handeln erforderlich. Bleiben griffige Massnahmen aus, müsse davon ausgegangen werden, so Huber, dass grössere Fruchtfolge Flächen mittelfristig nicht mehr kostendeckend bewirtschaftet werden können und der Lebensmittelproduktion verloren gingen.
Eine solche Entwicklung hätte weitreichende negative Auswirkungen. Studien belegen gemöss Hubers Vorstoss, dass die hungerleidende Weltbevölkerung besorgniserregend am Ansteigen ist. Gleichzeitig sei auch unsere Ernährungssicherheit stark gefährdet. Zudem würde unser Landschaftsbild stark leiden und hätte negative Auswirkungen auf den Tourismus und unsere vielfältige Landschaft.
Er bittet deshalb den Bundesrat, folgenden Fragen zu beantworten:
- Ist der Bundesrat bereit die Anforderungen an Restwassermengen bei Quellfassungen so anzupassen das eine Quelle zu 100 % gefasst werden kann?
- Wie ist es möglich die Bewilligungen für Regenrückhaltebecken und künstliche Teiche zu Gunsten der Bewässerung von Kulturen massiv zu erleichtern?
- Welche Möglichkeiten in Bezug auf die Bewilligungsverfahren sieht der Bundesrat für solche Anlagen um das Anlegen von Wasserreserven in der Landwirtschaftszone schneller zu ermöglichen?
- Könnte nicht auch die Biodiversität massiv von solchen Einrichtungen profitieren?
Zur Begründung fügt Alois Huber an: Bereits in Vergangenen Jahren kam es zu Wasserknappheit in der Schweiz. Leider müsse auch in Zukunft mit solchen Ereignissen immer öfters gerechnet werden. In den vergangenen Trockenperioden sei es sehr oft nicht möglich gewesen, für die Bewässerung von Kulturen, Wasser aus Bächen wegen der Trockenheit zu nehmen. Es sei daher notwendig, Massnahmen zu ergreifen, um eine langfristige Bewirtschaftung von fruchtbaren Böden zu sichern und die Ernährungssicherheit in Zukunft zu gewährleisten.