Velovorzugsroute Aarau–Lenzburg: Sechs Fokusräume mit drei Hauptkorridoren werden vertieft geprüft
Der Kanton Aargau treibt die Planung der Velovorzugsroute zwischen Aarau und Lenzburg mit attraktiven Zufahrten aus den Gemeinden voran. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden und den Regionalplanungsverbänden wurden mögliche Linienführungen geprüft und drei Hauptkorridore definiert. Diese werden nun vertieft auf ihre Machbarkeit untersucht. Dies teilt die Staatskanzlei mit.
Zwischen den beiden Zentren Aarau und Lenzburg soll künftig eine durchgängige, sichere und attraktive Veloverbindung entstehen. Geplant ist eine sogenannte Velovorzugsroute, welche den Veloverkehr zwischen den beiden Städten stärkt und eine komfortable Alternative zu anderen Verkehrsmitteln bietet.
Variantenfächer auf drei mögliche Hauptkorridore reduziert
Mit der Festlegung der sechs Fokusräume mit insgesamt drei möglichen Hauptkorridoren ist ein weiterer wichtiger Planungsschritt abgeschlossen. Das breit abgestützte Projektteam hat auf Grundlage bestehender kantonaler, regionaler und kommunaler Planungen mehrere Varianten für die mögliche Linienführung entwickelt und diese einer ersten Grobmachbarkeitsprüfung unterzogen. Im Rahmen dieser Prüfung wurde der ursprüngliche Variantenfächer laut Mitteilung anhand relevanter Kriterien reduziert.
Varianten mussten beispielsweise ausgeschlossen werden, wenn eine Bewilligungsfähigkeit aufgrund von Schutzinteressen im Wald oder im Gewässerraum nicht gegeben war, wenn die gewünschte verkehrliche Wirkung insbesondere hinsichtlich der Erschliessung wichtiger Zielorte nicht erreicht werden konnte oder wenn sich technische Hindernisse als zu gross erwiesen.
Die verbleibenden Varianten wurden diesbezüglich räumlich gebündelt und sogenannten Fokusräumen zugeordnet. Entlang dieser Korridore werden die unterschiedlichen Linienführungen mit den Anforderungen von Siedlung und Umwelt abgestimmt. Diese Korridore zeigen grob mögliche Linienführungen für eine zukünftige Velovorzugsroute zwischen Aarau und Lenzburg und bilden die Grundlage für die weiteren Planungsarbeiten.
Die Projektsteuerung mit Vertreterinnen und Vertretern des Kantons Aargau, der betroffenen Gemeinden sowie der Regionalplanungsverbände hat die verbleibenden Varianten an ihrer letzten Sitzung für die vertiefte Machbarkeitsprüfung freigegeben.
Vertiefte Machbarkeitsprüfung bis Ende Jahr
Bis Ende dieses Jahres werden die verbleibenden Routenvarianten vertieft untersucht. Ziel dieser Phase ist es, die grundsätzliche Realisierbarkeit der möglichen Linienführungen zu überprüfen und die erforderlichen infrastrukturellen Massnahmen inklusive Grobkosten abzuleiten. Der Planungsprozess erfolgt schrittweise und in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren.
Falls sich im Verlauf der vertieften Prüfung zeigt, dass einzelne Varianten oder Massnahmen nicht wie vorgesehen umgesetzt werden können, werden entsprechende Anpassungen oder Optimierungen erarbeitet. Am Ende dieser Phase soll ein konsolidierter Variantenfächer mit einer Grobkostenschätzung vorliegen. Dieser bildet die Grundlage für die abschliessende Variantenbewertung in der nächsten Projektphase.
Was ist ein Fokusraum?
Fokusräume sind geografisch definierte Teilabschnitte des Bearbeitungsperimeters der Velovorzugsroute. In diesen Räumen werden unterschiedliche Linienführungsvarianten der Route vertieft untersucht und miteinander verglichen. Aus der Kombination der Fokusräume lassen sich die drei Hauptkorridore bilden.
Mehr zum Thema: Projektwebseite: Aarau-Lenzburg, Velovorzugsroute

