Swisslos-Fonds-Geld an die Aufarbeitung fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen
Für die Aufarbeitung der Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen im Kanton Aargau spricht der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit über 1,32 Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds. Der Beitrag geht an die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau. Sie plant, die Praxis der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen im Kanton Aargau zwischen 1803 und 1981 zu untersuchen. Dies meldet die Staatskanzlei.
Von 1803 bis 1981 entschied der Regierungsrat über administrative Versorgungen. Bis 1981 waren in der Schweiz hunderttausende Kinder und Erwachsene von administrativer Versorgung, fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen betroffen. Dabei kam es unter anderem zu Misshandlungen in Heimen, Ausbeutung von Verdingkindern, Zwangsabtreibungen, Sterilisationen oder Adoptionen sowie zu Medikamentenversuchen und Zwangsmedikationen.
100'000 Franken für die Betroffenen der Sturzflut in Nepal
Der Regierungsrat des Kantons Aargau spricht 100'000 Franken Nothilfe für die Opfer und Betroffenen der Sturzflut in Nepal. Der Beitrag aus dem Swisslos-Fonds geht an das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), das vor Ort gemeinsam mit dem Nepalesischen Roten Kreuz (NRCS) Hilfe leistet.
Die Sturzflut vom 26. August 2026 hat im Norden Nepals grosse Schäden verursacht. Häuser, Brücken, Strassen und weitere wichtige Infrastruktur wurden zerstört. Viele Menschen sind ums Leben gekommen, weitere werden vermisst, und zahlreiche Gemeinden sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Rettungskräfte stehen vor grossen Herausforderungen, es ist schwierig, die betroffenen Menschen zu erreichen. Das Ausmass der Katastrophe wird erst allmählich sichtbar.
Das Nepalesische Rote Kreuz war von Beginn an im Einsatz. Freiwillige unterstützen unmittelbar nach der Katastrophe die Rettungs- und Hilfsmassnahmen vor Ort und arbeiten seither unter schwierigen Bedingungen daran, die betroffenen Menschen zu erreichen. Mit dem Beitrag unterstützt der Kanton Aargau dringende Hilfsmassnahmen wie die Bereitstellung von Notunterkünften, Trinkwasser und medizinischer Erstversorgung sowie die Verteilung von Hilfsgütern. Das Schweizerische Rote Kreuz verfügt in Nepal über langjährige Partnerschaften und etablierte Strukturen für rasche und wirksame Hilfe.
Mit seinem Beitrag führt der Kanton Aargau seine langjährige Tradition fort, Menschen in Not mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds zu unterstützen.