Barbara Borer-Mathys soll SVP-Ständerätin werden

Barbara Borer-Mathys soll SVP-Ständerätin werden
Barbara Borer-Mathys im Grossen Rat. Foto: Michael Küng

Die Findungskommission der SVP Aargau für die nationalen Wahlen von 2027 befasst sich neben der Listengestaltung für die Nationalratswahlen auch mit der Ständeratskandidatur. Es ist erklärtes Ziel der Partei, den 2023 an Marianne Binder Keller (Die Mitte) verlorenen Sitz zurückzuholen. Gelungen war ihr dies, nachdem der bisheruge SVP-Ständerat Hansjörg Knecht überraschend nicht zu einer zweiten Legislatur fürs Stöckli angetreten war.

Nun führte die SVP-Findungskommission diverse Gespräche mit verschiedenen geeigneten Personen. Sie freue sich, den zuständigen Parteigremien, Grossrätin und Parteisekretärin Barbara Borer-Mathys zur Nomination vorschlagen zu dürfen. Dies teilt die SVP Aargau mit.

Barbara Borer-Mathys führt eine eigene Anwaltskanzlei

Die Rechtsanwältin Barbara Borer-Mathys, Jahrgang 1983, wohnt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Holziken. Sie führt eine eigene Anwaltskanzlei und politisiert seit 2021 im Grossen Rat. Dort gehört sie der Justizkommission an. Seit 2023 ist sie zudem Parteisekretärin der SVP Aargau und seit 2018 Präsidentin der SVP Bezirk Kulm und der SVP Holziken.

Die Findungskommission freue sich sehr, heisst es weiter, "dass sich mit Borer-Mathys eine sehr profilierte und bekannte Politikerin zur Wahl stellt". Als Anwältin und Mutter mit schulpflichtigen Kindern kenne sie die Sorgen und Nöte der Aargauerinnen und Aargauer bestens und werde sich gerne im Ständerat für den ganzen Kanton Aargau und seine Bevölkerung einsetzen.

Die Findungskommission unter Leitung von Grossrat Mario Gratwohl setzt sich zusammen aus den Mitgliedern der Geschäftsleitung, welche selbst keine Ambitionen auf eine Kandidatur für die National- und Ständeratswahlen haben.

Die jetzigen Ständeräte: Burkart und Binder

Derzeit vertreten Thierry Burkart (FDP) und Marianne Binder-Keller (Die Mitte) den Kanton Aargau im Ständerat. Beide waren zuvor im Nationalrat und wurden vor sieben (Burkart) bzw. drei Jahren (Binder-Keller) erstmals ins Stöckli gewählt. Burkart verteidigte 2019 den zuvor von Christine Egerszegi gehaltenen FDP-Sitz, Binder-Keller luchste ihren Sitz der SVP ab. Diesen hätte Nationalrat und Gewerbeverbandspräsident Benjamin Giezendanner für die SVP verteidigen sollen. Binder-Keller reüssierte damals, weil es ihr gelungen war, im zweiten Wahlgang (Burkart war schon im ersten Wahlgang bestätigt worden) die Parteien von Die Mitte bis zu den Grünen hinter sich zu scharen.