SP Aargau nominiert Nationalrätin Simona Brizzi für den Ständerat
Die Delegierten der SP Aargau haben am Parteitag vom 7. November in der Umwelt Arena Spreitenbach Simona Brizzi für die Ständeratswahlen nominiert und 16 Kandidierende für die Hauptliste der Nationalratswahlen 2027 bestimmt. Zudem fassten sie die Parolen zu den nationalen und kantonalen Abstimmungen vom 29. November.

Nach der Grussbotschaft von Max Chopard, Alt-Nationalrat, Alt-Grossrat und Projektleiter Sonderausstellungen in der Umwelt Arena, startete in der Umwelt Arena Spreitenbach die politische Debatte der SP Aargau. Im Zentrum standen die kommenden nationalen Wahlen 2027, die Nominationen für Stände- und Nationalrat sowie die anstehenden Abstimmungen auf nationaler und kantonaler Ebene.
Mattea Meyer, Nationalrätin und Co-Präsidentin der SP Schweiz, ordnete das aktuelle politische Weltgeschehen ein. Mit Blick auf die Midterms in den USA hielt sie fest: «Die Hoffnung hat über Hass und Gewalt gewonnen.»
Anschliessend richtete sie den Blick auf die bevorstehenden nationalen Abstimmungen und Wahlen. Dabei betonte sie, dass die SP konkrete Lösungen für die Herausforderungen der Bevölkerung bereithalte: «Wir haben konkrete Antworten auf die Probleme der Menschen in diesem Land». Zudem verwies sie auf die gewonnenen Abstimmungen der vergangenen Jahre und zeigte damit auf, dass sich politischer Einsatz lohnt.
Mit Bezug zum Aargau unterstrich Mattea Meyer die klare Haltung der SP zur Atomkraft: «Der Ausbau von Atomkraftwerken ist keine Antwort auf die Klimakrise.» Es gelte deshalb, Albert Rösti und seine Lobby in die Knie zu zwingen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ihrer Rede war die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt. Meyer machte deutlich, dass es dafür neben klaren politischen Forderungen auch die notwendigen Ressourcen braucht.
Mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen und Abstimmungen schloss Mattea Meyer mit den Worten: «Es ist die Zeit, aufzustehen und laut zu werden».
Simona Brizzi für die Ständeratswahlen nominiert
Mit Blick auf die Ständeratswahlen befassten sich die Delegierten mit der politischen Ausgangslage. Regierungsrat Dieter Egli und Elisabeth Burgener brachten ihre Perspektiven in die Diskussion ein.

In ihrer Ansprache betonte Simona Brizzi, dass sie für eine Politik stehe, die allen Menschen faire Chancen ermögliche, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke und gleichzeitig die wirtschaftlichen Grundlagen für Wohlstand und Fortschritt sichere.
«Ich trete an, weil ich überzeugt bin, dass der Aargau eine engagierte, sozialdemokratische Stimme im Ständerat braucht – eine Standrätin, die zuhört, klare Positionen vertritt und gleichzeitig den Dialog sucht», erklärte Simona Brizzi. Dabei betonte sie insbesondere, dass «soziale Sicherheit und wirtschaftlicher Fortschritt Hand in Hand gehen müssen.» Den Ständeratswahlkampf möchte sie nutzen, um sozialdemokratische Anliegen sichtbar zu machen und für eine solidarische und zukunftsgerichtete Politik im Kanton Aargau und in der Schweiz einzustehen, wie die SP weiter schreibt. Die Delegierten nominierten Simona Brizzi mit grossem Applaus für die Ständeratswahlen.
16 Kandidierende für die Nationalratswahlen nominiert
Die Nomination der 16 Kandidierenden für die Nationalratswahlen 2027 bildete einen weiteren Höhepunkt des Parteitags. Der Wahlausschuss informierte über den aktuellen Stand der Wahlkampfvorbereitungen. Die Nationalratsliste wurde von den Delegierten per Akklamation bestätigt. Mit der Nomination der Hauptliste nimmt die Vorbereitung auf den Wahlkampf 2027 weiter Gestalt an.
Inhaltlich setzt die SP Aargau auf folgende Schwerpunkte, wie es weiter heisst, nämlich "die Stärkung der Kaufkraft und der Wirtschaft, Gleichstellung und Bildung sowie Klima- und Umweltschutz". Auch der Einsatz gegen Faschismus und für die Verteidigung der Demokratie bildet laut Mitteilung einen wichtigen Bestandteil des Wahlkampfs.
Die nationalen Schwerpunkte werden durch konkrete kantonale Themen und Projekte ergänzt. Dazu gehören der Einsatz gegen soziale Ungleichheit und für eine gerechte Verteilung des Wohlstands, insbesondere im Zusammenhang mit der Steuergesetzrevision und der Wohnpolitik. Auch die Frage nach einem sozial gerechten Umgang mit Wachstum wird aufgegriffen. Weitere Schwerpunkte bilden Gesundheit und Soziales, insbesondere die Alterspolitik. Mit diesen Themen will die SP Aargau im Wahlkampf 2027 aufzeigen, wie sie die Kaufkraft stärken, faire Chancen ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern will.
Klare Parolen zu den nationalen Abstimmungen
Neben den Wahlen befassten sich die Delegierten mit den nationalen Abstimmungsvorlagen. Sie fassten folgende Parolen:
• JA zur AHV-Finanzierung
• JA zur Feuerwerksinitiative
• NEIN zur Mitte-Initiative
- Nein "zur Aushöhlung des Kriegsmaterialgesetzes"
Kantonale Abstimmungen
- Nein zur Steuergesetzrevision,
- JA zur Verfassungsänderung betreffend Notstandsrecht