SP Aargau über Nein der Regierung zur Bildungsinitiative enttäuscht

Die SP Aargau zeigt sich enttäuscht über die ablehnende Haltung des Regierungsrats zur Volksinitiative „Bildungsqualität sichern – Jetzt!“, wie sie mitteilt. Denn die Initiative setze genau dort an, wo der Schuh am stärksten drückt: bei der Sicherung der Bildungsqualität durch konkrete und umsetzbare Massnahmen.

Regierungsrat lehnt Initiative “Bildungsqualität sichern – JETZT!” ab
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat die Aargauische Volksinitiative “Bildungsqualität sichern – JETZT!” geprüft und empfiehlt sie dem Grossen Rat zur Ablehnung. Trotz Anerkennung der inhaltlichen Kernforderungen ist der Regierungsrat der Ansicht, dass die Anliegen auf Gesetzes- und tieferer Erlassstufe bereits ausreichend umgesetzt und eine Ergänzung der Kantonsverfassung deshalb nicht erforderlich

Während der Grosse Rat mit einer Mehrheit von FDP und SVP an der Abschaffung der integrativen Schule arbeite – gegen den Widerstand aus der Fachwelt – bleibe der Regierungsrat passiv und verweigere ein klares Zeichen für die Stärkung des bestehenden Bildungssystems, so die SP weiter.

"Initiative bietet Lösungen, die Schulen wirklich brauchen"

Die Initiative fordert ein Bündel an Massnahmen, um dem akuten Lehrpersonenmangel entgegenzuwirken und die Qualität des Unterrichts zu sichern. Dazu gehören:

• Mehr Ausbildungsplätze für Lehrpersonen

• Berufsbegleitende Angebote für Quereinsteigende

• Verbindliche Nachqualifikation für Personen ohne Lehrdiplom

• Entlastung der Lehrpersonen von administrativen Aufgaben

• Verbesserungen bei der integrativen Schulung und kleinere Klassen

Diese Massnahmen stärken das bestehende System und bieten echte Perspektiven für Schulen, Lehrpersonen und Kinder im Kanton Aargau, so die SP weiter.

"Lehrpersonen brauchen politische Rückendeckung"

Die SP Aargau ist überzeugt, dass die Forderungen der Volksinitiative ein wichtiges Signal an die Lehrpersonen im Kanton sind. Diese leiden unter der zunehmenden Belastung, dem politischen Zickzackkurs und dem Mangel an Perspektiven. Viele wandern in Nachbarkantone ab, wo die Arbeitsbedingungen besser sind. Wer die Bildungsqualität sichern will, müsse "endlich auf die Stimmen aus der Praxis hören".