Sozialhilfequote im Aargau sinkt leicht auf 1,5 Prozent - niedrigster Wert seit 2005

Im Jahr 2025 waren im Kanton Aargau 11'051 Personen auf Sozialhilfe angewiesen. Die Sozialhilfequote, also das Verhältnis der Sozialhilfebeziehenden zur ständigen Wohnbevölkerung des Kantons, betrug 1,5 Prozent. Zum Vergleich: gesamtschweizerisch beträgt die Quoete 2,9 Prozent.

Insgesamt unterstützten die Gemeinden 11'051 Personen mit Sozialhilfe. Damit ging die Sozialhilfequote gegenüber dem Vorjahr von 1,6 Prozent auf 1,5 Prozent zurück. Sie erreicht damit laut Mitteilung der Staatskanzlei den niedrigsten Wert seit der Einführung der Sozialhilfestatistik im Jahr 2005. Die Ergebnisse der Sozialhilfestatistik 2025 lassen sich jedoch aufgrund der Modernisierung der Sozialhilfestatistik nur eingeschränkt mit jenen der Vorjahre vergleichen. Die Sozialhilfestatistik berücksichtigt laut Mitteilung sowohl Schweizerinnen und Schweizer als auch ausländische Personen mit längerfristiger Aufenthaltsbewilligung.

Quote bei Ausländerinnen und Ausländern 3,1 Prozent

Kinder und Jugendliche wiesen weiterhin die höchste Sozialhilfequote auf und machten rund ein Drittel aller Sozialhilfebeziehenden aus. Im Jahr 2025 bezogen somit 2,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Kanton Sozialhilfe. Bei erwachsenen Personen lag die Quote deutlich tiefer (1,3 Prozent). 2025 lag die Sozialhilfequote bei ausländischen Personen mit längerfristiger Aufenthaltsbewilligung bei 3,1 Prozent und war damit höher als bei Schweizerinnen und Schweizern mit 0,8 Prozent.

Diese und weitere Kennzahlen hat das Bundesamt für Statistik (BFS) am 27. Oktober 2026 veröffentlicht. Weitere kantonale Auswertungen publiziert Statistik Aargau im November 2026.

Modernisierung der Sozialhilfestatistik

Das BFS hat den Auftrag, mit der Sozialhilfeempfängerstatistik Auskunft über die Sozialhilfequote, die Anzahl der Sozialhilfebeziehenden sowie der vorgelagerten bedarfsabhängigen Sozialleistungen zu geben. Seit 2019 arbeitet das BFS an einem Projekt zur Modernisierung der Sozialhilfestatistik. Mit der Modernisierung der Sozialhilfestatistik ersetzt das BFS per Berichtsjahr 2025 die bisherige, jährliche Datenerhebung durch eine monatliche Verarbeitung mit einem reduzierten Fragenkatalog.

Mit der Datenerhebung 2025 mussten alle Datenlieferanten der Sozialhilfestatistik auf die modernisierte Datenerhebung umstellen. Neben der monatlichen Verarbeitung bringt die Modernisierung weitere Änderungen mit sich, darunter eine angepasste Behandlung von Doppelzählungen, eine revidierte Berechnung der Quoten sowie Gewichtungen zur Korrektur von Datenausfällen. Aufgrund dieser grundlegenden Umstellung sind die Ergebnisse der Sozialhilfestatistik 2025 mit jenen der Vorjahre nur eingeschränkt vergleichbar.