Parmelin-Nachfolge: auch Jean-Pierre Gallati tritt an
Die nächste Etappe ist erreicht, meldet die SVP Schweiz zur anstehenden Bundesratsersatzwahl vom 9. Dezember: Bis heute Freitag, 23. Oktober 2026, 12:00 Uhr konnten die Kantonalparteien ihre Kandidaturen für die Ersatzwahl von Bundesrat Guy Parmelin melden. Nachdem Nationalrätin Céline Amaudruz lange allein auf wqeitrer Flut schien, kamen auf den letzten Drücker gleich meherere Konkurrenten aus der Deckung.
Folgende Kandidaturen wurden durch die Kantonalparteien gemeldet (in alphabetischer Reihenfolge):
- Kanton Zug: Nationalrat Thomas Aeschi
- Kanton Genf: Nationalrätin Céline Amaudruz
- Kanton Tessin: Ständerat Marco Chiesa
- Kanton Aargau: Regierungsrat Jean-Pierre Gallati
- Kanton Wallis: Nationalrat Michael Graber
- Kanton Wallis: Staatsrat Franz Ruppen
- Kanton Bern: Regierungsrat Pierre Alain Schnegg
- Kanton Solothurn: Nationalrat Rémy Wyssmann
Jean-Pierre Gallati ist aargauischer Gesundheitsdirektor.
Die Findungskommission wird nun unter Leitung von a. Fraktionspräsident Caspar Baader in den nächsten Wochen mit allen Kandidierenden Hearings durchführen und die Kandidaturen prüfen. Sie behalte sich vor, bei Bedarf auf weitere Personen zuzugehen, so die SVP.
Bei dieser Prüfung gehe es in inhaltlicher Hinsicht um die Haltung der Kandidierenden zu den politischen Kernthemen der SVP, d.h. zur bewaffneten Neutralität und zur Selbstbestimmung der Schweiz, zum "EU-Unterwerfungsvertrag", wie die SVP schreibt, zur akuten Asyl- und Migrationskrise, zur Stärkung der Armee und der inneren Sicherheit, zur Entlastung des Mittelstandes und der Unternehmen und zu einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung.
Von zentraler Bedeutung seien bei der Prüfung auch die Führungserfahrung und Führungskompetenzen der Kandidierenden, dies vor allem mit Blick auf die Problem-Departemente EJPD und VBS.
Am 20. November 2026 wird die Fraktion den Antrag an die Vereinigte Bundesversammlung beschliessen.