Nochmals PFAS in Hallwiler- und anderen Seen: hat der Bundesrat den Überblick?

Auch Nationalrat Beat Flach (GLP/AG) hatte zu PFAS Fragen an den Bundesrat, nämlich:

Zuerst durften Fische aus dem Zugersee wegen zu hoher PFAS-Belastung nicht mehr verkauft werden, jetzt sind auch Fische aus dem Hallwilersee betroffen. In letzter Zeit häufen sich Meldungen zu Grenzwertüberschreitungen bei PFAS in Fischen, Fangverboten oder Empfehlungen zum Fischkonsum.
- Hat der Bundesrat den Überblick, wo Verbote und einschränkende Empfehlungen für den Fischkonsum gelten? Weiss er, in welchen Kantonen Abklärungen laufen, und weitere Verbote drohen?
-  Wenn ja, wo? Wenn nein, warum?

Elisabeth Baume-Schneider, Bundesrätin. antwortete wiefolgt:

Aufgrund der kantonalen Zuständigkeit in diesem Bereich hat der Bund keinen vollständigen Gesamtüberblick über die Situation. Er wird jedoch üblicherweise über die von den Kantonen ergriffenen Massnahmen informiert. Verschiedene Kantone nehmen aktuell Abklärungen zur PFAS-Belastung von Fischen vor. Kantone mit abgeschlossenem Untersuchungsprogramm haben die Ergebnisse bereits kommuniziert, so zum Beispiel die Kantone Aargau, Zug und Zürich. Sie haben, wenn nötig, die notwendigen Massnahmen getroffen. So haben sie das Inverkehrbringen einer Fischart verboten, wenn die lebensmittelrechtlichen Höchstgehalte für PFAS überschritten sind. In anderen Fällen haben die Kantone Verzehrsempfehlungen für Angelfischer erlassen.

Beat Flach fragte in der Debatte nach:

Danke für die Antwort, Frau Bundesrätin. Unsere Flüsse und unsere Seen sind teilweise durch die Kantonsgrenzen getrennt. Die Menschen reisen über die Kantonsgrenzen, um Fische z. B. am Hallwilersee, am Zürichsee oder am Bodensee zu essen. Ist es tatsächlich die Meinung des Bundesrates, dass die Kantone selber schauen sollen, um die Menschen zu informieren und Massnahmen zu ergreifen?

Daraufhin erhielt er folgende Antwort der Bundesrätin:
Merci beaucoup pour votre question. Effectivement, en ce qui concerne les PFAS et en particulier dans les poissons, la situation est très différente selon les cours d'eau et selon le type de poisson. Si j'ose le dire ainsi, les brochets sont les plus dangereux au niveau des PFAS, parce qu'ils mangent les autres poissons et toutes sortes de choses dans les lacs, etc. Les filets de perche ne sont peut-être pas non plus recommandés, selon les régions. Ce n'est pas une science exacte qu'on peut transposer pour tous les poissons dans tous les cours d'eau. Ce qui est par contre exact, c'est que les poissons d'élevage, eux, ne sont pas concernés, parce qu'ils sont dans des environnements fermés et protégés.
L'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires veille à être informé par les cantons et à partager ces informations. Nous devons encore améliorer cette information pour rassurer et indiquer où il est opportun de ne plus consommer de poisson. C'est une question qui concerne les pêcheurs, mais aussi la population.

Und hier noch die - KI-unterstützt übersetzte und nicht beglaubigte - Antwort in deutsch:

Vielen Dank für Ihre Frage. Tatsächlich variiert die Situation bezüglich PFAS, insbesondere in Fischen stark, je nach Gewässer und Fischart. Hechte sind beispielsweise am stärksten mit PFAS belastet, da sie andere Fische und allerlei andere Organismen in Seen usw. fressen. Auch Barschfilets sind je nach Region möglicherweise nicht empfehlenswert. Es gibt keine exakte Wissenschaft, die auf alle Fische in allen Gewässern anwendbar ist. Sicher ist jedoch, dass Zuchtfische nicht betroffen sind, da sie in geschlossenen und geschützten Anlagen gehalten werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BVV) stellt sicher, dass es von den Kantonen informiert wird und diese Informationen weitergibt. Wir müssen diese Informationen noch verbessern, um die Bevölkerung zu beruhigen und darauf hinzuweisen, wo vom Fischverzehr abgeraten wird. Dieses Thema betrifft nicht nur Angler, sondern die gesamte Öffentlichkeit.