Neuschätzung von Liegenschaften: SVP sieht "katastrophale Zustände beim kantonalen Steueramt"
Heute hat das Departement Finanzen und Ressourcen darüber informiert, dass der noch ausstehende Versand der Neuschätzungen wieder aufgenommen wurde. Dabei hab sich nun gezeigt, was die SVP Aargau schon lange vorausgesagt habe, wie die Kantonalpartei in einer Medienmitteilung festhält: Schon wieder kam es zu beim Versand zu fatalen Problemen. Wieder haben Herr und Frau Steuerzahler falsche Veranlagungen erhalten mit falschen Eigenmietwerten. Das Problem sei viel grösser, als vom Regierungsrat bisher angegeben, so die SVP weiter.

"Vertrauen in das kantonale Steueramt ist nachhaltig erschüttert"
Es ist für die SVP unverständlich, dass es erneut zu einer solchen Panne gekommen ist, nachdem ja schon im Oktober 2025 zehntausende fehlerhafte Verfügungen verschickt wurden. Nun gehe es nicht nur mehr um Fehler im Bereich der Adress- und Eigentümerfelder. Nein, jetzt seien die Eigenmietwertanteile betroffen. Weiter schreibt die Partei: "Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das kantonale Steueramt und die Richtigkeit seiner Verfügungen ist nachhaltig erschüttert. Wie der Regierungsrat diesen Vertrauensverlust wiederherstellen will, bleibt offen."
SVP: kompletter Neuversand muss geprüft werden
Aus Sicht der SVP muss der gesamte Prozess in Frage gestellt werden und der Regierungsrat müsse transparent aufzeigen, wie er sicherstellen kann, dass gewisse Verfügungen korrekt sind. Ein kompletter Neuversand müsse geprüft werden. Zugutehalten könne man dem Regierungsrat einzig, dass man nun endlich Fehler eingesteht. "Aber mit dem Abschieben der Verantwortung auf den externen Dienstleister" sei es für die SVP nicht getan. Die SVP fordert eine vollständige und transparente Aufarbeitung des gesamten Pannenfalls sowie finanzielle und personelle Konsequenzen, sowohl beim externen Dienstleister wie auch beim Steueramt.
In Anbetracht der Tragweite dieses Pannenfalls geht die SVP davon aus, dass künftig gegenüber den Steuerpflichtigen bei kleinen Fehlern ihrerseits endlich auch die nötige Nachsicht geübt werde, die das Steueramt jetzt für seine gravierenden Fehler einfordere, heisst es in der Mitteilung abschliessend.
