Museum Aargau startet mit "Krönung" ins Museumsjahr 2026

Museum Aargau startet mit "Krönung" ins Museumsjahr 2026
Der Aargauer König Christoph Benz (Mitte) sowie Dr. Georg Matter, Leiter Abteilung Kultur Kanton Aargau (links) und Dr. Marco Sigg, Direktor Museum Aargau. Foto: Museum Aargau/ZVG

Am traditionellen Dreikönigsanlass im Kloster Königsfelden eröffnete Museum Aargau sein Museumsjahr 2026. Höhepunkt war laut Mitteilung die "Krönung" des "Aargauer Königs des Jahres". Zudem blickte Direktor Marco Sigg auf ein ereignisreiches Jahr 2025 mit rund 293'600 Gästen zurück. Georg Matter, Leiter Abteilung Kultur Kanton Aargau, überbrachte die Grussworte des Kantons.

Zum siebten Mal wurde beim Dreikönigskuchen-Essen ein König unter den Gästen gekrönt. Dieses Jahr ist Christoph Benz der Glückliche. Er wählte das richtige Kuchenstück und geniesst nun ein Jahr lang freien Eintritt zu allen historischen Schauplätzen von Museum Aargau.

Rückblick 2025 mit einigen Höhepunkten

Beim Eröffnungsanlass im Kloster Königsfelden gab Marco Sigg, Direktor Museum Aargau, einen Rückblick auf ein ereignisreiches Museumsjahr 2025. Die neue Sonderausstellung "Eine Zeitreise – 50 Jahre Geschichtsvermittlung auf Schloss Lenzburg" beleuchtet die Pionierrolle von Museum Aargau in der Vermittlung. In der Ausstellung erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten. Die Ausstellung wird verlängert und ist noch bis 1. November 2026 im Wendelzimmer auf Schloss Lenzburg zu sehen.

Auf Schloss Wildegg eröffnete Museum Aargau einen Rebpfad mit informativen Stationen zur Geschichte des Weinbaus auf der Schlossdomäne und dessen historischer Bedeutung für die Familie von Effinger. Lanciert wurde auch der Museumswald: Neu weiden in einem kleinen Waldstück oberhalb des Schlosses auf einer Waldwiese zeitweise Geissen – genau so, wie es bei der Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert vielerorts üblich war.

Auf Schloss Hallwyl widmet sich ein neu gestalteter Ausstellungsraum Johannes von Hallwyl. Über den früheren Schlossherrn und Solddienstoffizier veröffentlichte Museum Aargau zudem eine Publikation mit dem Titel "Zwischen der Karibik und dem Aargau".

Nach über zwei Jahren Restaurierung öffnete das Kloster Königsfelden im April wieder seine Türen. Die Restaurierung des Klosters war ein aufwändiges Projekt, an dem rund 50 Fachleute beteiligt waren: Von Dachdeckern bis hin zu den Malerinnen, die den al fresco Kalkanstrich aufbereiteten, haben zahlreiche Expertinnen und Experten Hand in Hand gearbeitet, um das Kloster in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

230 Veranstaltungen, 489 öffentliche Führungen und 880 Leckerlin-Boxen

Auch mit Blick auf die Publikumszahlen war das Museumsjahr 2025 ein grosser Erfolg. Museum Aargau verzeichnete 293'600 Besucherinnen und Besucher. Davon tauchten rund 8000 Gäste am Mittelaltermarkt auf Schloss Lenzburg während drei Tagen ins Mittelalter ein. Der Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg erzielte mit rund 5000 Gästen einen neuen Rekord. Insgesamt führte Museum Aargau 230 Veranstaltungen, 489 öffentliche Führungen und 885 private Gruppenangebote durch. Über 1'530 Schulklassen erlebten an einem der Standorte von Museum Aargau Geschichte am Schauplatz.

2025 wuchs auch die historische Sammlung, mit 92 Neueingängen. Einen Teil dieser Sammlung präsentiert Museum Aargau im Internet auf seiner Sammlung Online (sammlung.museumaargau.ch) sowie auf dem Kulturgüterportal Nordwestschweiz (kimnet.ch). Beliebt waren 2025 auch Souvenirs: 739 verkaufte Plüschanhänger des Lenzburger Schlossdrachen Fauchi sowie 610 mittelalterliche Armbrüste widerspiegeln die Begeisterung der kleinen Gäste. Oft verkauft wurde das Leckerlin-Schlossgebäck nach altem Rezept von Schloss Hallwyl: Die rund 880 Leckerlin-Boxen entsprechen rund 176 Kilo süsser Zeitgeschichte.

Museum Aargau optimierte 2025 zudem seine Organisationstruktur. In den vergangenen Jahren waren unter anderem mit der Klosterhalbinsel Wettingen neue Museumsstandorte dazugekommen. Mit der neuen Struktur macht sich Museum Aargau fit für die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Saisonstart 2026 mit Themenschwerpunkt "Feste feiern"

Die Schlösser Lenzburg, Hallwyl und Wildegg, der Legionärspfad Vindonissa sowie die Klosterhalbinsel Wettingen und das Kloster Königsfelden starten am 1. April 2026 in die Saison. Schloss Habsburg und das Vindonissa Museum sind ganzjährig geöffnet. 2026 wird unter dem Themenschwerpunkt "Feste feiern" stehen. Unter anderem präsentiert ein neues, themenspezifisches Format jeweils sieben Sammlungsobjekte mit Bezug zu weltlichen und religiösen Festen – eingebettet in ihren historischen Kontext. Die Veranstaltungsreihe findet an vier Abenden auf Schloss Hallwyl, Schloss Wildegg, Schloss Habsburg sowie auf der Klosterhalbinsel Wettingen statt.