Mitte wehrt sich gegen Kürzungen bei J+S

Die Förderung der J+S-Angebote, insbesondere der J+S-Lager, ist erfolgreich und stösst auf verstärkte Nachfrage. Ab 2026 drohen jedoch Kürzungen von 20%. Dies hält die Mittefraktion im Grossen rat in einem neu eingereichten Postulat fest. Sprecherin ist Sabine Sutter Suter (vgl. Bild). Die Sportangebote werden durch einen grossen Anteil an Freiwilligenarbeit ermöglicht. Durch die allfälligen Kürzungen werden Jugendliche und ihre Vereine bestraft, wenn sie erfolgreich sind, so die Mitte. Dies sei ein verheerendes Zeichen gegenüber den jungen Menschen und ihrem Engagement. Die Mitte beauftragt deshalb den Regierungsrat Möglichkeiten aufzuzeigen und zu prüfen, allfällige finanzielle Lücken zu kompensieren.
Zentrales Instrument zur Stärkung der Freiwilligenarbeit
Das Förderprogramm J+S (Jugend und Sport) steht Kindern und Jugendlichen von 5 bis 20 Jahren offen. J+S fördert die physische, soziale und persönliche Entwicklung von jungen Menschen und unterstützt Sportvereine und Verbände in der Organisation und Durchführung von Sportangeboten. Mit J+S haben Bund und Kantone über die Förderung hinaus ein zentrales Instrument zur Stärkung der Freiwilligenarbeit, der sozialen Integration und der Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. Diese Stärkung der Freiwilligenarbeit von Jugendlichen und Sportvereinen, Kinder- und Jugendverbänden und weiteren Anbietern von J+S-Kursen und -Lagern ist für die Mitte zentral wichtig.
Massive Kürzungen drohen
Die Förderung der J+S-Angebote, insbesondere der J+S-Lager, ist erfolgreich und stösst auf verstärkte Nachfrage. Ab dem Jahr 2026 drohen jedoch Kürzungen bei den Bundesgeldern von 20%. Begründet wird dieser Schritt paradoxerweise mit der Rekordteilnahme von Kindern und Jugendlichen an J+S-Angeboten, da der Förderkredit über die Jahre gleichgeblieben ist.
"Freiwilligenarbeit im Keim erstickt"
Die Sportangebote werden durch einen grossen Anteil an Freiwilligenarbeit ermöglicht. Mit der Unterstützung in den Bereichen Ausbildungsqualität, Sicherheit beim Sporttreiben, Prävention und Integration entspricht J+S den heutigen Bedürfnissen. Durch die Kürzungen werden Jugendliche und ihre Vereine bestraft, wenn sie erfolgreich sind. Dies ist ein verheerendes Zeichen gegenüber den jungen Menschen und ihrem Engagement.
Erhebliche Folgen
Für den Kanton Aargau hätte eine solche Kürzung erhebliche Folgen, ist man bei der Mitte überzeugt. Zahlreiche Sportvereine und Jugendorganisationen finanzieren ihre Angebote zu einem wesentlichen Teil aus den J+S-Beiträgen. Steht weniger Geld zur Verfügung, haben Organisationen die Option, ihr Angebot einzuschränken oder die Preise zu erhöhen. Eine Angebotseinschränkung wirkt sich so aus, dass weniger Kinder und Jugendliche Zugang zum Sport erhalten. Die negativen Folgen für den Breitensport und die Nachwuchsförderung, die gesellschaftliche Integration und die Gesundheitsprävention sind absehbar.
Kürzungen bei Aargauer Vereinen und Verbänden egalisieren
Sollten die Kürzungen bei den Bundesbeiträgen Wirklichkeit werden, sollen diese bei Aargauer Sportvereinen, Kinder- und Jugendverbänden und weiteren Anbietern von J+S-Kursen und -Lagern durch kantonale Förderbeiträge und zur Verfügung stellen von Material kompensiert werden.
Die Mitte beauftragt deshalb den Regierungsrat Möglichkeiten aufzuzeigen und zu prüfen, allfällige finanzielle Lücken zu kompensieren.