Mängelsanierung schon nach drei Jahren am Kreisel Burghalde in Baden
Der Kreisel Burghalde in Baden muss rund drei Jahre nach seiner Inbetriebnahme saniert werden. Ab dem 26. Oktober 2026 werden vier mangelhafte Betonplatten in der Ausfahrt Richtung Dättwil ersetzt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich zwei bis drei Wochen. Der Verkehr bleibt dabei soweit möglich zweispurig. Dies teilt die Staatskanzlei mit.
Zusammen mit dem kantonalen Strassenprojekt "Schadenmühle" in Baden wurde der Kreisel Burghalde erstellt. Nun muss er – rund drei Jahre nach der Inbetriebnahme – instandgesetzt werden. An den Betonplatten in der Kreiselausfahrt Richtung Dättwil sind Schäden aufgetreten. Der Beton weist grössere Ausbrüche auf und musste bereits zweimal geflickt werden. Insgesamt sind vier Betonplatten mangelhaft und müssen ersetzt werden. Eine nachhaltige Reparatur der bestehenden Platten ist nicht möglich.
Ab 26. Oktober 2026 wird saniert
Die Bauarbeiten starten am Montag, 26. Oktober 2026, und dauern zwei bis drei Wochen. Während der Bauarbeiten ist laut Mitteilung mit lokalen Behinderungen zu rechnen. Der Verkehr in Richtung Dättwil wird über den benachbarten Vorplatz umgeleitet, sodass eine zweispurige Verkehrsführung gewährleistet bleibt.
Für die eigentlichen Betonierarbeiten muss die Kreiselausfahrt für einen Tag ganz gesperrt werden. Der Verkehr wird während dieser Betonierarbeiten mit Hilfe eines Verkehrsdienstes einspurig geführt. Der Veloverkehr wird während der ganzen Bauarbeiten via Edi-Zander-Stich umgeleitet.
Mängel beim Einbau
Die Schäden an den vier Betonplatten sind laut Mitteilung "auf einen ungenügenden Schichtverbund zwischen Kern- und Vorsatzbeton zurückzuführen". Bei der Erstellung des Kreisels blieb demnach die Betonlieferung im Stau stecken, weshalb es beim Einbau zu Verzögerungen gekommen ist. In der Folge hatte der Kernbeton beim Einbau des Vorsatzbetons bereits zu stark abgebunden. Die Schäden betreffen laut Mitteilung ausschliesslich die damals letzte Betonieretappe in der Kreiselausfahrt Richtung Dättwil. Die Mängel werden im Rahmen der Gewährleistung durch die Bauunternehmung behoben.
Hinweis: Betonkreisel im Kanton Aargau
Die neueren Betonkreisel im Kanton Aargau sind zweischichtig und weisen eine Waschbetonoberfläche für die Griffigkeit auf. Dabei wird die obere, sechs Zentimeter dicke Vorsatzbetonschicht mit einer separaten Betonrezeptur eingebaut. Die Mischung weist eine gebrochene und vor allem härtere Gesteinskörnung auf. Die gewünschte griffige und dauerhafte Oberfläche entsteht, wenn im richtigen Zeitpunkt während der Aushärtung die Zementhaut an der Oberfläche ausgewaschen und die Kornstruktur freigelegt werden.
Das Timing beim Einbau ist entscheidend: Der Einbau der beiden Schichten muss nass-in-nass erfolgen, um den Schichtverbund zu gewährleisten. Jedoch muss für den Einbau der zweiten, oberen Schicht der zuerst eingebrachte Kernbeton (untere Schicht) genügend angezogen haben, dass trotz erforderlicher Verdichtung weder eine Vermischung noch eine Entmischung stattfindet. Auch das Auswaschen und die Nachbehandlung der Oberfläche sowie das Schneiden der Fugen muss im richtigen Zeitpunkt während der Aushärtung erfolgen, um ein qualitativ einwandfreies Ergebnis zu erhalten. Betonkreisel weisen bei richtiger Ausführung eine deutlich längere Lebensdauer als Asphaltkreisel auf. (zvg)