Labiola und neue Feuchtgebiete: Kanton eröffnet Anhörung

Labiola und neue Feuchtgebiete: Kanton eröffnet Anhörung
Im Bild eine wiedervernässte Waldfläche in Hägglingen. Foto: Matthias Betsche/Pro Natura

Der Regierungsrat hat die Anhörung zu zwei miteinander verbundenen Verpflichtungskrediten eröffnet: zur Weiterführung des Programms "Landwirtschaft – Biodiversität – Landschaft" (Labiola) ab 2028 sowie zur Schaffung neuer Feuchtgebiete im Landwirtschaftsland. Der eine Verpflichtungskredit betrifft die Abgeltung von Bewirtschaftungsleistungen, der andere die Finanzierung der für neue Feuchtgebiete erforderlichen Investitionen. Die Anhörung dauert vom 28. August bis 30. November 2026.

"Labiola" steht für Landwirtschaft, Biodiversität und Landschaft. Das Programm dient der Förderung einer attraktiven und biodiversen Kulturlandschaft im Kanton Aargau. Für die Abgeltung der durch die Landwirtinnen und Landwirte in den Jahren 2028–2031 erbrachten Leistungen für regionale Biodiversität und Landschaftsqualität, den Naturschutz sowie für die Erfolgskontrolle beantragt der Regierungsrat einen neuen Verpflichtungskredit in der Höhe von 9,88 Millionen Franken.

Dieser Kredit lden bisherigen Verpflichtungskredit ab. Der Bund übernimmt im Rahmen der Co-Finanzierung zusätzlich 90 Prozent der Abgeltungen.

Feuchtgebiete im Landwirtschaftsland schaffen

Für die Jahre 2028–2031 soll zudem ein Verpflichtungskredit von 5,655 Millionen Franken für die Schaffung neuer Feuchtgebiete im Landwirtschaftsland beschlossen werden. Damit werden die Vorgaben aus dem angenommenen indirekten Gegenvorschlag zur Aargauischen Volksinitiative "Gewässer-Initiative Kanton Aargau – Mehr lebendige Feuchtgebiete für den Kanton Aargau" umgesetzt. Ziel ist es, bis 2040 im Landwirtschaftsgebiet insgesamt 280 Hektaren Feuchtgebiete zu schaffen.

Zwei Verpflichtungskredite mit unterschiedlicher Funktion

Die beiden Verpflichtungskredite haben unterschiedliche Funktionen und ergänzen sich. Mit dem einen Kredit werden die wiederkehrenden Beiträge für die Bewirtschaftung geleistet. Mit dem anderen werden die einmaligen Kosten für Beratung, Projektierung und Umsetzung neuer Feuchtgebiete im Landwirtschaftsland sowie die dafür notwendigen personellen Ressourcen finanziert. "Mit der Weiterführung von Labiola und der gezielten Förderung neuer Feuchtgebiete stärken wir die Biodiversität im Landwirtschaftsgebiet und setzen den indirekten Gegenvorschlag zur Gewässer-Initiative um", sagt Landwirtschaftsdirektor Dr. Markus Dieth. Die Bewirtschaftung der neu geschaffenen Feuchtgebiete erfolgt anschliessend über die bestehenden Vereinbarungen im Programm Labiola.

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