"Jeder Todesfall ist einer zuviel" - Motion wird abgelehnt

"Jeder Todesfall ist einer zuviel" - Motion wird abgelehnt
Lea Schmidmeister im Grossen Rat. Foto: Michael Küng

Nun geht es um eine Motion der Fraktionen von SP und GLP. Sprecherin ist Lea Schmidmeister (SP). Ziel ist eine Präzisierung der Todesfallstatistik der PDAG. Der Regierungsrat soll beauftragt werden, sicherzustellen, dass die Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) die Todesfallstatistik künftig differenzierter führt und veröffentlicht. Jeder Todesfall sei einer zuviel, betont Schmidmeister. Die Statistik soll Todesfälle in Zusammenhang mit einer Behandlung in der PDAG in folgenden Kategorien ausweisen:

1. Todesfälle innerhalb der Institution: während eines stationären Aufenthalts in einer Einrichtung der PDAG.

2. Todesfälle im Kantonsspital nach einem medizinischen Notfall: im Kantonsspital Baden oder einem anderen Spital, ausgelöst durch einen medizinischen Notfall während eines stationären oder ambulanten Aufenthalts in der PDAG.

3. Todesfälle während einer ambulanten Behandlung: bei Personen, die zum Zeitpunkt des Todes in ambulanter Behandlung bei der PDAG standen, sofern ein räumlicher, sachlicher und zeitlicher Zusammenhang zur Behandlung besteht.

Der Regierungsrat lehnt die Motion ab, da sie nach der jetzigen Rechtsgrundlage kaum umsetzbar wäre. Das siht alut Alfons Paul Kaufmann auch die Mitte-Fraktion so.

Die Mitte lehnt den Vorstoss ab, die GLP unterstützt ihn unter einem doch etwas sehr speziellen Verweis auf die detaillierte Fischfangstatistik des Kantons.

Nach längerer Debatte lehnt der Rat die Motion mit 98 : 35 Stimmen ab.