Innere Sicherheit: SP will Polizei stärken und Prävention ausbauen

Innere Sicherheit: SP will Polizei stärken und Prävention ausbauen
Im Bild das neue Gebäude der Kantonspolizei in Aarau. Foto: MKU

Die SP Aargau nehme die an der Medienkonferenz der Polizei präsentierten Zahlen mit Ernsthaftigkeit zur Kenntnis, schreibt sie in einer Mitteilung. Die Entwicklung bei Einbrüchen und Gewaltdelikten zeige deutlich: Innere Sicherheit ist kein Selbstläufer. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Stabilität.

Aargau: fast 20 Prozent mehr Wohnungseinbrüche
Zusammen mit Sicherheitsdirektor Dieter Egli blickte die Kantonspolizei auf das vergangene Jahr zurück und zeigte Erkenntnisse und Tendenzen aus den verschiedenen polizeilichen Handlungsfeldern auf. Strukturkriminalität sowie Cybercrime richteten auch 2025 grossen Schaden an. Hingegen sank die Zahl der Verkehrstoten sowie der Schwerverletzten. Wenn auch in etwas geringerer Zahl waren nächtliche

Prävention und Bekämpfung organisierter Kriminalität

Die SP Aargau unterstützt den Fokus der Polizei auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Gerade bei der sogenannten Strukturkriminalität sei jedoch klar: «Es braucht Aufklärung und saubere Verfahren, damit Klarheit ins Dunkle kommt», wird Luzia Capanni zitiert, Grossrätin SP Aargau. Ausserdem brauche es interdisziplinäre Zusammenarbeit und Prävention.

"Repression allein reicht nicht aus"

Besorgniserregend sei der interkantonale Vergleich der personellen Ressourcen. Der Aargau verfügt über das kleinste Polizeicorps: - 1 Polizistin bzw. 1 Polizist auf rund 650 Einwohner:innen - umliegende Kantone: ca. 1/600 - gesamtschweizerischer Durchschnitt: 1/470 Diese Zahlen machen deutlich, so die SP, "dass die Aargauer Polizei seit Jahren unter strukturellem Druck steht". Lucia Engeli, Grossrätin und SP Aargau Co-Präsidentin, betont dazu: «Wer mehr Sicherheit fordert, muss auch bereit sein, die dafür notwendigen Mittel bereitzustellen.»

Sicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Die SP Aargau fordert eine offene Diskussion über die Solidarität unter den Kantonen. Grossanlässe von internationaler Bedeutung zeigten exemplarisch, heisst es in der Mitteilung weiter, dass einzelne Kantone überproportional zur Sicherheit der gesamten Schweiz beitragen.

Die SP Aargau erwartet, dass die laufenden Vernehmlassungen und Übergaben genutzt werden, um die Sicherheitsstrukturen nachhaltig zu stärken. Dazu gehören realistische Personalbestände bei der Polizei, Investitionen in Prävention und Jugendpolitik und eine koordinierte Sicherheitspolitik über Kantons- und Landesgrenzen hinweg. Sicherheit stärkt die Demokratie – aber nur, wenn sie sozial, solidarisch und vorausschauend gestaltet wird. Das müsse in der Politik konsequent umgesetzt werden, fordert die SP abschliessend.