Hauspreise ziehen auch dieses Jahr an - Spreitenbach wuchs 2025 um über 800 Personen

Hauspreise ziehen auch dieses Jahr an - Spreitenbach wuchs 2025 um über 800 Personen
Robert Weinert vor der Grafik zur Entwicklung der Eigentumswohnungspreise. Foto: MKU

Alljährlich legt Primus Property in Aarau den mit Spannung erwarteten Aargauer Wohnmarktbericht vor. Am Montagabend war es wieder soweit. Daniel Thoma, CEO von Primus Property, durfte im KuK in Aarau ein grosses Publikum begrüssen. Robert Weinert von Wüest Partner erläuterte anschliessend die Situation im Aargau. Wir beschränken uns im folgenden aus Platzgründen auf den Wohnmarktbericht und verzichten auf die Wiedergabe des nachfolgenden Podiums. .

2026/27 entstehen wieder mehr Wohnungen im Aargau

Weinert brachte eine gute Nachricht mit: Es werde zwar mmer noch relativ wenig gebaut. Die Jahre 2026 und 2027 werden aber endlich wieder etwas mehr Dynamik hineinbringen. National wird es netto mehr neue Wohnungen geben als noch 2024/25. Das gilt auch für den Aargau. Ein Hoch wie im Jahr 2017 (damals gab es 6000 neue Wohnungen) erwartet er zwar nicht, aber immerhin einen Nettowohnbausaldo von ca. 4000 (2026) und von ca. 4500 im Jahr 2027. Zum Vergleich: 2024/25 hatte der Zuwachs jeweils weniger als 4000 Einheiuten betragen.

Allerdings steigen derzeit die Mieten im Aargau überdurchschnittlich. Weinert erwartet hier jedoch für 2027/28 eine Abflachung.

Seitwärtsbewegung für Mieten von Mietwohungen

Die Transaktionspreise für Eigentumswohnungen stiegen 2016 bis 2026 im Aargau pro Jahr um durchschnittlich 3,7 % (Schweiz: 3,6 %). Für 2026 erwartet Weinert im Aargau (jeweils gerechnet per 2. Quartal) ein Plus von über 6 %. Bei den Einfamilienhäusern war der Anstieg 2016 - 2026 mit durchschnittlich 4,0 % sogar noch höher (Schweiz ebenfalls 4,0 %). 2026 rechnet er im Aargau mit einem Anstieg von ca. 5 %. Bei Preisen und Mieten erwartet Weinert für 2026/27 für EFH und Eigentumswohnungen einen weiteren Anstieg, bei den Mietwohnungen eher eine Seitwärtsbewegung.

Zürcher und Deutsche ziehts in grosser Zahl den Aargau

Wie dem Wohnmarktbericht ebenfalls zu entnehmen ist, sind Personen aus dem Kanton Zürich (2690 Personen im Jahr 2025) weiterhin mit Riesenabstand die grösste Zuwanderergruppe in den Aargau. Demgegenüber zog es 377 Personen aus dem Aargau weiter westlich in den (wohnungsmässig günstigeren) Kanton Solothurn. Aus dem Ausland stammte die grösste Einwanderergruppe in den Aargau mit 3493 Zuzügen aus Deutschland. Die Bevölkerung wächst im Aargau weiter - trotz Geburtenüberschuss auf historischem Tiefstand.

Spreitenbach legt kolossal zu

Übrigens legten letztes Jahr 144 Aargauer Gemeinden einwohnermässig zu. Enorm wuchs Spreitenbach - um 806 Personen. Möglich wurde dies durch die Fertigstellung der Wohnüberbauung "Tivoli Garten" mit 445 Mietwohnungen, die bestens an die Limmattal Bahn angebunden sind. Demgegenüber verlor Möhlin mit minus 34 am meisten Einwohner/innen. Mehr Schmerzen dürfte allerdings dem kleinen Schmiedrued sein Aderlass um 20 Personen bereiten.