Grüne unterstützen Dominik Gresch - Stimmfreigabe zur Ernährungsinitiative

An ihrer Mitgliederversammlung im Stadtmuseum Brugg haben die Grünen Aargau die Parolen für die kommenden nationalen Abstimmungen vom 27. September 2026 und kantonalen Abstimmungen vom 29. November 2026 gefasst und ihr Engagement gegen neue Atomkraftwerke bekräftigt. Dominik Gresch wurde die Unterstützung für seine Regierungsratskandidatur ausgesprochen, wie die Partei mitteilt.

Referendum «Nein zu neuen AKW»
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends bildete laut Mitteilung das Referendum «Nein zu neuen AKW». Nils Epprecht (Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES) und Andreas Fischer (Grossrat Grüne und Präsident NWA Schweiz) zeigten auf, weshalb neue AKW keine Antwort auf die aktuellen energiepolitischen Herausforderungen seien: Neue AKW verursachten sehr hohe Kosten, ihr Bau dauere Jahrzehnte, und sie lösten kein einziges der drängenden Probleme, sind die Grünen überzeugt. Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien seist günstiger, schneller verfügbar und sorge "für eine sichere und unabhängige Stromversorgung". Nils Epprecht sagte: “Neue AKW sind ein Sicherheitsrisiko, machen uns abhängig und sind extrem teuer. Erneuerbare und Effizienz sind rascher, günstiger und besser akzeptiert, um unseren Herausforderungen zu begegnen."

2017 hat das Stimmvolk Nein zu neuen AKW gesagt. Nun wollen Teile des Nationalrats diesen Entscheid rückgängig machen und das Neubauverbot aufheben. Dagegen haben die GRÜNEN das Referendum mitergriffen. Aktuell werden im ganzen Aargau Unterschriften gesammelt.

Stimmfreigabe zur Ernährungsinitiative

Zur Initiative für eine sichere Ernährung haben die GRÜNEN Aargau die Stimmfreigabe beschlossen. Die Stossrichtung einer nachhaltigen Ernährungspolitik teilen sie. Der geforderte Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent scheine jedoch ambitioniert und könnte kontraproduktive Folgen haben. Dennoch ist es den GRÜNEN wichtig, dass ein Umdenken in der Politik im Bereich der nachhaltigen Ernährung und Landwirtschaft endlich stattfinde. Sie werden sich weiterhin lautstark dafür einsetzen. Gerade nach diesem Hitzesommer mit seiner extremen Trockenheit.

Zur Neutralitätsinitiative fassten die Mitglieder die Nein-Parole. Die Initiative würde die Schweiz zwingen, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben, und ihren aussenpolitischen Handlungsspielraum gefährlich einschränken. Neutralität dürfe nie bedeuten, dass die Schweiz Völkerrechtsverletzungen nicht mehr verurteilt und damit duldet.

Nein zur neusten kantonalen Steuergesetzrevision
Zur Steuergesetzrevision 2027 fassten die Mitglieder ebenfalls die Nein-Parole. Die Grünen Aargau lehnen die Steuergesetzrevision 2027 ab und unterstützen das Behördenreferendum. Mirjam Kosch, Grossrätin Grüne Aargau, wird so zitiert: "Diese Steuersenkung zahlen am Ende wir alle: Die Gemeinden verlieren Einnahmen und müssen die Steuern erhöhen oder Leistungen kürzen. Bereits 2022 wurden die gewinnstarken Unternehmen steuerlich begünstigt, 2025 die vermögenden Menschen, und jetzt sollen die hohen Einkommen folgen. Die reichsten Menschen und Unternehmen zahlen so immer weniger Steuern. Dabei gibt der Kanton Aargau schon heute weniger für seine Bevölkerung aus als jeder andere Kanton.»

Ersatzwahl in den Regierungsrat – Unterstützung für Dominik Gresch
Die Mitgliederversammlung hat beschlossen, die Regierungsratskandidatur von Dominik Gresch (GLP) zu unterstützen. Es brauche ein Umdenken auch in der Regierung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit für die Aargauer Bevölkerung.