Der neue Grossratspräsident Urs Plüss wünscht sich mehr Demut in der Politik

Der neue Grossratspräsident Urs Plüss wünscht sich mehr Demut in der Politik
Der strahlende neue Grossratspräsident Urs Plüss. Foto: Michael Küng

Es sei nie ein Traum von ihm gewesen, Grossratspräsident zu sein, sagt Urs Plüss einleitend. Als Motto für sein Präsidialjahr wählt er Inklusion. Diese frage nicht, wer mithalten kann, sondern wer bisher übersehen wurde. Inklusion heisse, dass alle Menschen mitgenommen werden, sagt er.

Plüss wünscht sich mehr Demut in der Politik, was besonders im Internet selten anzutreffen sei. Er wünscht sich aber auch mehr Hoffnung in der Politik. Diese sei der Motor politischer Arbeit. Er wünscht sich auch mehr Dankbarkeit in der Politik. Es gehe darum, dazwischen innezuhalten und zu merken: "Hej, da läuft doch einiges gut." Dankbarbarkeit etwa gegenüber jenen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Musikalische Umrundung der Präsidentenwahl. Foto: Michael Küng

Und Plüss wünscht sich mehr Inklusion. Diese frage nicht, warum jemand anders ist, sondern was es brauche, damit alle mitmachen können. Er hofft auf respektvolle Debatten, auch wenn sie hart geführt werde. Von den Medien erhofft er sich, dass nicht nur die Lauten und Empörten Gehör finden.

"Tritt frisch auf, tu s Maul auf, hör bald auf", schliesst Plüss mit einem Zitat von Martin Luther. Plüss erntet grossen Applaus für seine kurze, staatsmännische Ansprache.