Gesamtverkehrskonzept Raum Baden: FDP fordert eine ausgewogene Verkehrsentwicklung

Gesamtverkehrskonzept Raum Baden: FDP fordert eine ausgewogene Verkehrsentwicklung
Verkehrssituation an der Gstühlkreuzung in Baden. Foto: MKU

Die FDP Aargau hat im Rahmen der Anhörung zur Anpassung des Richtplans «Gesamtverkehrskonzept Raum Baden und Umgebung (GVK)» Stellung genommen. Die Partei unterstützt das Ziel einer langfristig abgestimmten Verkehrsplanung und fordert eine realistische und ausgewogene Entwicklung aller Verkehrsträger. Dies teilt die Partei mit.

Die FDP anerkennt den Handlungsbedarf im Raum Baden und Umgebung grundsätzlich und unterstützt das übergeordnete Ziel eines verkehrsmittelübergreifenden Gesamtkonzepts. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die prognostizierten Entwicklungen kritisch hinterfragt werden müssen. Bei einem erwarteten Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum von rund 30 Prozent erscheine ein Wachstum des öffentlichen Verkehrs von 40 Prozent wenig plausibel, zumal das Angebot bereits heute mit dichten Takten gut ausgebaut ist.

«Die Verkehrsplanung muss sich an realistischen Annahmen orientieren und alle Verkehrsträger berücksichtigen. Eine einseitige Entwicklung zulasten einzelner Verkehrsmittel bringt die Region nicht weiter», hält FDP-Grossrat Norbert Stichert laut Mitteilung fest.

Strassenprojekte frühzeitig planen
Notwendige Strassenprojekte dürfen nicht erst in einer späteren Phase angegangen werden, verlangt die FDP. Wenn auch der motorisierte Individualverkehr wächst, müssten Planungen für die Strasseninfrastruktur parallel zu anderen Massnahmen erfolgen. Zudem betont die FDP, dass die Zentrumsentlastungen (ZEL) und die Umfahrung Siggenthal verkehrstechnisch zusammengehören und deshalb auf derselben Richtplanstufe festgesetzt werden sollten.

Mobilität muss funktionieren
Menschen wählen ihr Verkehrsmittel selbstständig und sie tun dies gestützt auf die Verkehrssituation. Eine funktionierende Verkehrspolitik habe deshalb alle Verkehrsträger zu berücksichtigen. Für Bevölkerung, Gewerbe und Unternehmen in der wirtschaftlich starken Region Baden seien zuverlässige Verkehrsverbindungen entscheidend. Massnahmen wie Parkplatzabbau, Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen oder Fahrbahnhaltestellen für Busse seien daher kritisch zu prüfen. Weiter sind die geplanten Massnahmen konsequent mit den Agglomerationsprogrammen des Bundes abzustimmen.