FDP sagt Ja zur "Blitzer-" und zur "Arbeit muss sich lohnen"-Initiative
FDP-Parteipräsidentin Sabina Freiermuth blickte am kantonalen Parteitag in Frick auf die aus FDP-Sicht erfreulichen Ergebnisse der Kommunalwahlen im Herbst 2025 zurück. Die Resultate hätten gezeigt, sagte sie, dass der freisinnige Kurs in den Gemeinden überzeugt und die FDP breit abgestützt sei. Gleichzeitig wies sie auf den Abstimmungssonntag vom 8. März 2026 hin und rief die Mitglieder zur aktiven Mobilisierung im persönlichen Umfeld auf.
Freiermuth für Beschränkung der Unterlistenflut
Der Wahlerfolg vom Herbst zeige, wie stark verankert die FDP im ganzen Kanton Aargau ist. Jahrelanges, hartnäckiges Engagement, konstruktive Sachpolitik und das Einstehen für die liberalen Werte hätten bei den kommunalen Wahlen die wohlverdienten Früchte getragen, sagte Freiermuth laut Mitteilung weiter. Damit die Bevölkerung die Aargauer Politik auch weiterhin mitträgt, soll bei den eidgenössischen Wahlen 2027 die Unterlistenflut beschränkt werden. «Zu viele Unterlisten überfordern und führen zu Politikverdrossenheit. Anstatt auf neue Gesetze zu warten, lade ich die Parteien zu einer überparteilichen Erklärung ein. Drei Listen sollten den Wählerinnen und Wählern doch eine ausreichende Wahl bieten», so die Parteipräsidentin weiter.
Nein zur Klimafonds-Initiative
Ständerat Thierry Burkart stellte die eidgenössische Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)» vor. In seinem engagierten Referat
habe er deutlich gemacht, heisst es in der Mitteilung weiter, dass der Bund im Bereich Energie- und Klimapolitik bereits heute sehr viel unternehme.
Die Initiative gehe deutlich zu weit, sei zentralistisch ausgestaltet und alles andere als liberal. Die FDP-Mitglieder folgten dieser Argumentation und fassten die Nein-Parole einstimmig.
Parole zur Initiative „Arbeit muss sich lohnen!“
Zur aargauischen Volksinitiative «Arbeit muss sich lohnen!» referierten Tim Voser, FDP-Grossrat aus Neuenhof (Pro), und Severin Lüscher, Grossrat der Grünen, aus Schöftland (Contra). Die engagierten Voten hätten den Anwesenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Vorlage ermöglicht, heisst es weiter. In der anschliessenden Abstimmung fassten die Freisinnigen mit 62 zu 3 Stimmen bei 6 Enthaltungen die Parole zur kantonalen Initiative und nahmen die Vorlage an.
Grossmehrheitlich Ja zur Initiative „Blitzerabzocke stoppen!“
Die zweite kantonale Initiative «Blitzerabzocke stoppen!» wurde von Etienne Frey, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau (Pro), sowie von Lukas Huber, Grossrat der GLP aus Berikon (Contra), vorgestellt. Nach einer lebhaften Diskussion und differenzierten Wortmeldungen unterstützten die Parteimitglieder die Vorlage der Jungfreisinnigen grossmehrheitlich.
Erster Auftritt der neuen Co-Präsidentin der FDP Schweiz im Aargau
Mit Spannung erwartet wurde der erste Auftritt von Susanne Vincenz-Stauffacher, Co-Präsidentin der FDP Schweiz, im Kanton Aargau. Sie berichtete über aktuelle politische Herausforderungen auf Bundesebene und setzte ein Ausrufezeichen für die Individualbesteuerung als zentrales freisinniges Anliegen. „Die FDP ist und bleibt die liberale Kraft, die die vernünftigen Lösungen einbringt, wenn andere Parteien im Populismus oder Protektionismus verharren. Wenn wir für die Menschen in unserem Land den Wohlstand und die Sicherheit sichern wollen, führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen wieder sachpolitisch, lösungsorientiert und mit Anstand politisieren. Das braucht Mut und politische Redlichkeit."