eBau – sämtliche Verfahren im Baubewilligungsprozess online
Der Kanton hat seine Anwendung für den elektronischen Baubewilligungsprozess modernisiert und nutzerfreundlicher gestaltet: Die erneuerte Anwendung eBau wurde nun live geschaltet. Sie ermöglicht, den gesamten Baubewilligungsprozess digital zu bearbeiten. Aktuell sind bereits 34 Gemeinden an das System angebunden, per Mitte 2026 werden es rund 60 sein, die Liste verlängert sich laufend. Dies teilt die Staatskanzlei mit.
Bereits im Jahr 2014 hat der Kanton Aargau begonnen, im Rahmen seiner E-Government-Strategie und seiner Strategie Digitale Transformation SmartAargau den elektronischen Baubewilligungsprozess zu entwickeln und einzuführen. Die Ziele waren eine grössere Benutzerfreundlichkeit zu bieten, die administrativen Aufwände zu verringern, die Datenqualität zu verbessern sowie die Transparenz für Verwaltung und Gesuchstellende zu erhöhen. Die damals realisierte IT-Lösung war mit Modulen umgesetzt, die von SAP nur noch bis Ende 2025 unterstützt und unterhalten werden. Aufgrund dieser nicht vorhersehbaren und nicht beeinflussbaren Tatsache hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt im Projekt "DIBA" umgehend eine Nachfolgelösung geplant und umgesetzt. Im Rahmen des Projekts "DIBA" wurden auch die Effizienz, Wirksamkeit und Qualität des aktuellen Bewilligungsprozesses analysiert und verbessert. Angesichts der konstant hohen Anzahl von Baugesuchen und der zunehmenden Komplexität der Bauvorhaben ist es von entscheidender Bedeutung, die Verfahren zu optimieren und eine effektive Bearbeitung der Baugesuche zu ermöglichen.
Die erneuerte, verbesserte und benutzerfreundlicher gestaltete Anwendung eBau wurde termingerecht per Montag, 15. Dezember 2025, live geschaltet. Auf dieses Datum hin sind 34 Gemeinden mit dem neuen eBau gestartet; per Mitte des nächsten Jahres werden gemäss dem aktuellen Anmeldungsstand rund 60 Gemeinden an Bord sein, die Liste verlängert sich laufend.
Die Applikation basiert auf der Standardsoftware "eBau by inosca", welche auch in anderen Kantonen erfolgreich im Einsatz ist. eBau ermöglicht, sämtliche baurechtlichen Verfahren digital zu bearbeiten – Anfragen, Vorentscheide sowie Baugesuche mit oder ohne kantonale Beteiligung – und auf Papierdossiers zu verzichten. Der unterstützte Prozess reicht von der elektronischen Gesuchseingabe über das Online-Portal bis zur vollständigen digitalen Abwicklung und Bearbeitung der Gesuche inklusive Baubegleitung durch die Gemeinden und den Kanton. Damit entstehen nahtlose, medienbruchfreie Abläufe zwischen Gesuchstellenden, Gemeinden, dem Kanton sowie internen und externen Fachstellen.
Möglichst alle Gemeinden einbinden
Wie erwähnt sind bereits 34 Gemeinden mit der Einführung von eBau gestartet, bis Mitte 2026 werden rund 60 mit eBau arbeiten, mit weiteren Gemeinden werden Gespräche geführt. Um das Baubewilligungsverfahren zu vereinfachen, zu vereinheitlichen und damit zu beschleunigen, verfolgt der Kanton das Ziel einer vollständigen Abdeckung.
Die gesetzliche Grundlage für eine flächendeckende elektronische Abwicklung baugesetzlicher Verfahren wird mit der aktuell laufenden Revision des Baugesetzes geschaffen. Mit dieser Baugesetzrevision soll auch die Basis für eine digitale Durchführung weiterer Verfahren geschaffen werden wie beispielsweise die Mitwirkungs- und öffentlichen Auflageverfahren nach Baugesetz und die Vorprüfung und Genehmigung von Nutzungsplänen. Die Revision des Baugesetzes wird Anfang 2026 im Grossen Rat behandelt.