Clientis Bank Aareland: Bilanzsumme durchbricht die 1-Milliarden-Schallmauer
An der Generalversammlung der Clientis Bank Aareland in Erlinsbach konnte das Aktionariat vom drittbesten Ergebnis der Bank in ihrem 192. Jahr des Bestehens Kenntnis nehmen. Dies teilt die Bank mit.

Mehr als 600 Aktionärinnen und Aktionäre besuchten in Erlinsbach die 192. Generalversammlung der Clientis Bank Aareland. Foto: Alex Wacker/ZVG
Der Einladung der erfolgreichen Regionalbank, die ihren Hauptsitz in Küttigen und Geschäftsstellen in Erlinsbach AG und Lostorf hat, folgten in die Schulanlage Bläuen dieses Jahr wiederum über 600 von insgesamt mehr als 1700 Aktionärinnen und Aktionären.
Bruttogewinn 5,29 Millionen Franken
Bankleiter Hansjörg Gloor konnte nicht nur das Durchbrechen der Schallgrenze von 1 Milliarde Franken Bilanzsumme vermelden; wiederum erarbeitete die Bank ein respektables Jahresergebnis, wie sie mitteilte. Es ist das drittbeste in der langen Geschichte der Bank. Und das trotz der sich für eine Hypothekarbank verschlechterten Zinssituation. Der Bruttogewinn betrug im vergangenen Jahr 5,29 Millionen Franken. Die gut kapitalisierte Bank konnte einmal mehr ihre Eigenkapitaldecke markant stärken und den Aktionären eine Dividende von 30% ausschütten.
Gleichzeitig berichtete Gloor, dass die CBA zusammen mit der Clientis-Bankengruppe weitere digitale Angebote ausgerollt hat, darunter Instant Payments sowie ein erneuertes Mobile Banking und E-Banking.
Sorgenvoller Blick in die Zukunft
Entsprechend der Weltlage war der Ausblick, den Verwaltungsratspräsident Daniel Heller in seinem geopolitischen Lagebericht präsentierte, weniger zuversichtlich, als auch schon. Seine letztjährige Prognose, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner Machtpolitik nicht nur die amerikanische Demokratie, sondern auch die gesamte Weltwirtschaft schädigt, hat sich bewahrheitet. Heller warf die Frage auf, ob die Schweiz auf kommende Konflikte genug vorbereitet sei.
Angesichts der globalen Aufrüstung, der Tatsache, dass mit Russland und den USA aktuell zwei der drei Grossmächte Kriege führen würden, sei die mangelnde Verteidigungsbereitschaft der Schweiz besorgniserregend. Er verglich die Situation mit der Vorkriegszeit vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Heller: «Bei uns wächst fast nur noch der Staat, daneben sind 15'000 Industriearbeitsplätze in den letzten Jahren verloren gegangen». Angesichts des neuen Nahostkrieges und steigender Energiepreise seien die Konjunkturaussichten offen, alles sei möglich, neben moderatem Wachstum auch Inflation, Stagflation oder Rezession. Aufgrund der Unsicherheiten und der Zinslage rechnet die Bank für 2026 eher mit einem tieferen Ergebnis als im vergangenen Jahr.

Verwaltungsrat unter Leitung Daniel Heller (sprechend) präsentiert den Jahresabschluss. Bild: Alex Wacker/ZVG
Nach dem offiziellen folgte der gemütliche Teil inklusive Essen. Das traditionelle «Bankmöhli» richtete dieses Jahr der «Schützen Aarau» aus und eine musikalische Einlage der Band Cronan. Das Oltener Ensemble entführte den Saal mit irischer Folksmusik und wunderschönen Bildern nach Irland. Kurz nach 22.30 Uhr öffnete wiederum die «Clientis-Bar» bereits zum dritten Mal ihre Schänke. Die CBA hat wieder Shuttle-Busse organisiert, die von der Schulanlage «Bläuen» aus nach Küttigen, Biberstein und Rombach fuhren. Bankleiter Gloor gab der Versammlung zudem bekannt, dass die GV 2027 wegen Umbaus der Bläuenhalle in der Mehrzweckhalle Niedergösgen am 2. April 2027 stattfinden werde.