Breites Bündnis fordert im Aargau Schutz vor der Hitze und entschlossenen Klimaschutz

Am Freitag sind 600 Menschen in Baden im Rahmen der schweizweiten Kampagne «Keine 50-Grad-Sommer!» für wirksame Klimaschutzmassnahmen auf die Strasse gegangen. Ein breites Bündnis forderte Regierungsrat und Grossen Rat auf, die vorhandenen finanziellen Mittel endlich für den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen der Klimakrise einzusetzen und sofortige Massnahmen zur Eindämmung der Klimakrise zu ergreifen. Dies teilen die Grünen Aargau mit.

Der Hitzesommer 2026 habe die Folgen der Klimakrise im Aargau deutlich spürbar gemacht, schreiben die Grünen: Unerträgliche Temperaturen führten zu gesundheitlichen Belastungen für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke. Die gravierenden Folgen für Landwirtschaft, Natur und Tiere seien unübersehbar. Ohne einen grundlegenden Kurswechsel in Politik und Wirtschaft drohe eine zunehmende Verschärfung der Klimakrise mit weiteren gravierenden Folgen für die Schweiz und weltweit.

Am Klimamarsch und an der anschliessenden Kundgebung auf dem Unteren Bahnhofplatz machten die Teilnehmenden deutlich: Der Kanton Aargau habe die finanziellen Mittel. Dennoch versäumten es der Regierungsrat und der Grosse Rat,so der Vorwruf, "diese einzusetzen, und verwehren so ihrer Bevölkerung den nötigen Schutz"". Das Bündnis forderte sie auf, die Klimakrise ernst zu nehmen und endlich zu handeln", wie die Grünen weiter schreiben.
Die Forderungen des Klimabündnisses

Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung, Begrünung von Städten und Entsiegelung von Böden

  • Hitzeschutz am Arbeitsplatz
  • Hitzenotfallpläne für gefährdete Menschen sowie Beschattung und Kühlung in Schulen, Spitälern und Pflegeheimen
  • Klimaangepasste Landwirtschaft
  • Klimaresilientes Wald- und Wassermanagement
  • Stärkung der Biodiversität
  • Schnellere und konsequente Umsetzung des Klimaparagrafs
  • Sofortiger Ausstieg aus Öl und Gas und konsequenter Ausbau von Wind- und Sonnenenergie
  • Ausbau von ÖV und Velowegen

Reduktion des fossil betriebenen motorisierten Verkehrs und Förderung der E-Mobilität

Trägerschaft

Der Anlass wurde getragen von Klima-Grosseltern, Klimastreik Aargau, VCS Sektion Aargau, ArbeitAargau, Unia, VPOD Solothurn/Aargau, WWF Aargau, Pro Natura Sektion Aargau, GRÜNE Aargau, GRÜNE Baden, GRÜNE Brugg, SP Aarau, SP Baden, SP Aargau