Bauarbeiten für elektronische Busspur an der Zopfgasse in Lenzburg ab 9. November

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt startet am 9. November 2026 an der Seonerstraße in Lenzburg mit zwei Massnahmen aus dem Verkehrsmanagement Lenzburg. Ein Netzüberlastungsschutz und eine elektronische Busspur werden im Bereich Zopfgasse realisiert. Die Massnahmen sollen den Verkehrsfluss verbessern und den öffentlichen Verkehr priorisieren.
An der Seonerstraße (K249) realisiert das Departement Bau, Verkehr und Umwelt zwei Massnahmen aus dem Verkehrsmanagement Lenzburg. Die Massnahmen im Bereich Zopfgasse Nord umfassen einerseits einen Netzüberlastungsschutz und andererseits eine elektronische Busspur stadteinwärts. Ziel ist es, die Zufahrt vom Seetal nach Lenzburg so zu regulieren, dass nur so viel Verkehr in den Siedlungsraum einfährt, wie auf der Kerntangente verarbeitet werden kann. Gleichzeitig sollen Busse den Rückstau ohne grössere Zeitverluste passieren können, damit Anschlussverbindungen besser gewährleistet bleiben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1'762'000 Franken.
Die Bauarbeiten starten am 9. November 2026 und dauern bis im Ende Mai 2027. Der Verkehr wird in dieser Phase einspurig geführt und durch Lichtsignalanlagen gesteuert. Ab Juni 2027 starten die verkehrstechnischen Arbeiten, welche Ende August 2027 abgeschlossen sind. Während dieser Zeit wird der Verkehr punktuell durch einen Verkehrsdienst geregelt.
Hinweis: Funktionsprinzip der elektronischen Busspur
Bei einer Überlastung auf der Kernumfahrung Lenzburg sollen sich die Fahrzeuge künftig nicht vor dem Knoten Bleiche stauen, sondern ausserhalb des Siedlungsgebietes. Die Massnahme des Netzüberlastungsschutzes stellt dabei die erste Stufe dar. Da auf diesem Streckenabschnitt auch eine Buslinie verkehrt, braucht es eine flankierende Massnahme, damit der Bus nicht ebenfalls im Stau steht. Daher wird zusätzlich eine elektronische Busspur realisiert.
Auf dieser kann ein Bus die gestauten Fahrzeuge auf der Gegenspur überholen. Zwei Lichtsignalanlagen, welche nur in den Spitzenstunden und bei erhöhtem Verkehrsaufkommen eingeschaltet werden, sogenannte Dunkelanlagen, sorgen für eine freie Fahrbahn. Je nach Verkehrsmenge und Staulänge wechselt der Bus an einem anderen Ort den Fahrstreifen (siehe Grafik). Die Massnahme leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Priorisierung des öffentlichen Verkehrs, zur Stabilisierung des Verkehrsablaufs auf den Hauptachsen und zur Verringerung von Ausweichverkehr in den Quartieren.