Asiatische Hornisse: Bevölkerung soll Primärnester melden

Asiatische Hornisse: Bevölkerung soll Primärnester melden
Die Asiatische Hornisse ist erkennbar an ihrem dunklen Körper, dem orange-gelben Hinterteil und den gelben Beinenden. Bildnachweis / Copyright© Kanton Aargau

Die invasive Asiatische Hornisse breitet sich auch im Kanton Aargau weiter aus. Um die einheimische Insektenwelt zu schützen, ist die Mithilfe der Bevölkerung jetzt entscheidend: Im Frühjahr sind die Nester besonders einfach aufzuspüren und zu entfernen. Dies schreibt die Staatskanzlei.

Beispiele von Primärnestern im Siedlungsgebiet. Foto: ZVG

Im Frühling bauen die Königinnen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) ihre ersten Nester. Diese sogenannten Primärnester sind klein und kugelförmig. Man findet sie oft an wettergeschützten Orten im Siedlungsgebiet, zum Beispiel unter Vordächern, bei Garagen und Unterständen, an Gebäuden sowie in Hecken und Büschen. In den kommenden Wochen sind diese Primärnester besonders gut erkennbar. Im Sommer ziehen die Völker meist in grosse Sekundärnester hoch oben in Baumkronen um. Dort ist die Entfernung deutlich schwieriger. Je mehr Primärnester jetzt entfernt werden, desto wirkungsvoller kann die weitere Ausbreitung gebremst werden.

Orte im Siedlungsgebiet, an denen Primärnester im Frühling gesichtet werden können. Bildnachweis / Copyright© Kanton Bern

Verdachtsfälle melden

Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Insekten oder Nester zu fotografieren und über die nationale Meldeplattform www.asiatischehornisse.ch zu melden. Die Asiatischen Hornissen verteidigen ihr Nest sehr vehement und aggressiv. Aus diesem Grund sollten selbstständige Bekämpfungen unterlassen werden. Gemeldete Nester werden nach Möglichkeit von Spezialisten im Auftrag des Kantons fachgerecht entfernt.

Keine Fallen aufstellen

Der Kanton rät dringend von Insektenfallen ab. Es gebe keine spezifischen Fallen für die Asiatische Hornisse. Hingegen richten Fallen durch den Beifang von Wildbienen, Honigbienen, Wespen, europäischen Hornisse und weiterer heimischer Arten grossen ökologischen Schaden an.