Aargauer Asyl-Dialogabende ab 12. Oktober unter dem Motto "Partizipation statt Sündenbock-Politik"

Aargauer Asyl-Dialogabende - Partizipation statt Sündenbock-Politik“ des 5. Kantonalen Flüchtlingssession: 12.10.26 mit RR Dieter Egli; 15.10.26 mit Michael Widmer vom Gemeindeschreiber:innen-Verband; 27.10. mit kantonaler Verwaltung: Geflüchtete im intensiven Dialog mit Entscheidungstragenden

Der erste von drei Dialogabenden des Aargauer Flüchtlingsparlaments mit Politik und Verwaltung findet am Montagabend 12. Oktober mit Regierungsrat Dieter Egli im Rathaus Aarau um 18.45 bis 21 Uhr statt. Dies teilt der "verein netzwerk asyl aargau" mit. Unter dem Motto «Partizipation und Dialog statt Sündenbock-Politik» diskutieren rund 18 Aargauer Geflüchtete in Kommissionen erarbeitete Vorschläge mit kantonalen und zum ersten Mal kommunalen Entscheidungstragenden. Im Zentrum stehen laut Mitteilung die Stimmen der Geflüchteten selbst: "ihre Sichtweisen, Anliegen und konkreten Lösungsvorschläge für eine faire, menschliche und nachhaltige Asyl- und Integrationspolitik im Kanton Aargau", wie es in der Mitteilung heisst.

Zweiter Dialogabend am 15. Oktober

An bisherigen Dialogabenden habe der Kanton oft die Verantwortung für problematische Themen auf Gemeindeebene gesehen, deswegen wird Michael Widmer, Präsident des Gemeindeschreiberinnen- und Gemeindeschreiber-Verbands am 15.10. um 18.45 Uhr im Rathaus Aarau in Dialog über Gemeindeautonomie und Fairness treten.

Am 27. Oktober folgt ein Abend mit Vertretung der kantonalen Integrationsfachstelle, Sozialdienst und Stipendienstelle, die alle grossen Einfluss auf das Leben von Geflüchteten haben.

Die weiteren Dialogabende finden jeweils um 18.45 Uhr im Rathaus Aarau statt. Ziel sei ein ehrlicher Dialog auf Augenhöhe über bestehende Herausforderungen, aber auch über konkrete Chancen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie es weiter heisst.

Zur Vorbereitung trafen sich rund 50 Aargauer Geflüchtete in fünf Kommissionen jeweils online dreimal von August bei September. Die fünf Kommissionen des Flüchtlingsparlaments bestehen aus Geflüchteten aus über zehn Herkunftsländern und bereiteten sich intensiv auf die Dialogabende vor. Sie arbeiten zu folgenden Schwerpunkten:

  • Kommission Bildung: Zugang zu Sprachkursen, Schulen, Ausbildung und Studium, auch für geflüchtete Mütter.
  • Kommission Menschen in Not: Umgang mit psychischer Belastung und die Situation abgewiesener Asylsuchender.
  • Kommission F- und S-Status: Lebensbedingungen und Arbeitsintegration.
  • Kommission Beeinträchtigung: Fairer Zugang zu Informationen, Beratung und Unterstützung.
  • Neue Kommission Frauenrechte: Rechte der geflüchteten Frauen und Asylpolitik.