54 Quadratmeter Zuversicht am Kantonsspital Baden
KSB-CEO Pascal Cotrotzo während seiner Ansprache an der Vernissage.Von einer Zeichnung im heimischen Garten zum monumentalen Kunstwerk: Die Badener Künstlerin Dominique Eliane Girod hat eine 54 Quadratmeter grosse Fassade des Kantonsspital Baden (KSB) gestaltet. Ihr Werk «Confiance» zeigt ein faszinierendes Spiel aus Pflanzen, Licht und Schatten. Und es trägt eine Botschaft, die gerade in einem Spital von besonderer Bedeutung ist: Vertrauen. Darauf macht das KSB in einer Mitteilung aufmerksam.

Wer auf dem KSB-Gesundheitscampus unterwegs ist, kann es kaum übersehen: Sechs Meter hoch und neun Meter breit ist das neue Kunstwerk, das die Fassade zwischen den beiden Partnerhäusern ziert. Auf 54 Quadratmetern entfaltet sich eine filigrane Komposition aus Pflanzen, Licht und Schatten. Geschaffen hat sie die Badener Künstlerin Dominique Eliane Girod.
Ihr Werk trägt den Titel «Confiance» – französisch für Vertrauen und Zuversicht. Entstanden ist das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Visarte Aargau. Das KSB stellte dafür eine grossflächige Betonfassade zur Verfügung. Sechs Kunstschaffende reichten ihre Entwürfe ein. Neben der Kunstkommission konnten auch die rund 3600 Mitarbeitenden des KSB darüber abstimmen, welcher Entwurf die Fassade schmücken soll. Die Wahl fiel auf «Confiance» von Dominique Eliane Girod.
Ein Stück Garten für das Spital
Die Inspiration für das Werk fand die Künstlerin in ihrem eigenen Garten. Während des heissen Sommers verbrachte sie dort viel Zeit im Schatten der Bäume und beobachtete, wie Sonnenstrahlen durch das Blätterdach fielen und immer neue Muster auf den Boden zeichneten. «Die Kühle, das sanfte Lichtspiel und die gedämpften Farben unter den Bäumen haben mir geholfen, herunterzufahren und Abstand vom Alltag zu gewinnen», erzählt Girod. Diese Atmosphäre wollte sie in ihrem Kunstwerk festhalten.
Dafür wagte sie sich auf ungewohntes Terrain: Obwohl Zeichnen bislang nicht zu ihren bevorzugten Ausdrucksformen gehörte, griff sie zu Papier und Stift. Inspiriert von Pflanzen, Heilkräutern und Lichtreflexen entwickelte sie eine filigrane Komposition. Auch der Titel hat eine persönliche Bedeutung. «Ich musste darauf vertrauen, dass dieses Experiment gelingt. Das brauchte Zuversicht und Vertrauen. Deshalb heisst das Bild ‹Confiance›», erklärt die Künstlerin. Gleichzeitig schlägt sie damit eine Brücke zum Spitalalltag: «Vertrauen braucht man auch, wenn man – aus welchem Grund auch immer – Patient in einem Spital ist.»
Eine bestimmte Botschaft möchte Girod den Betrachtenden allerdings nicht aufdrängen. Ihr gehe es vor allem um Schönheit und Poesie. Und darum, die Natur durch den ungewöhnlichen Massstab in den Mittelpunkt zu rücken: «Meine Arbeiten bieten viel Raum für eigene Interpretationen. Das ist gut so: Kunst ist ein Angebot.»
"Wir wollen nicht nur funktionale Räume schaffen"
«Wir wollen nicht nur funktionale Räume schaffen, sondern eine Umgebung, in der sich Menschen wohlfühlen», sagt KSB-CEO Pascal Cotrotzo. «Kunst kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie bringt Abwechslung in den Spitalalltag, regt zum Nachdenken an und schafft Gesprächsstoff.» Besonders freut Cotrotzo, dass die Mitarbeitenden in die Auswahl einbezogen wurden. Das Kunstwerk ist damit auch ein Gemeinschaftsprojekt: «Auch der Titel Confiance passt hervorragend zu einem Spital. Denn Vertrauen ist eine wesentliche Grundlage der täglichen Arbeit.»