25. September: Tag der Apotheke
Am 25. September ist Tag der Apotheke. Unter dem Motto «Grünes Licht für Konsultationen und Check-Ups» zeigen Apotheken in der ganzen Schweiz die Vielfalt ihrer Leistungen. Auch im Aargau entwickelt sich das Berufsbild weiter. Für den Aargauischen Apothekerverband ist klar: Angesichts des Fachkräftemangels sei dieser Wandel notwendig, liege doch ein wichtiger Teil der Zukunft der Gesundheitsversorgung in einer besseren Aufgabenteilung und Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen. Dies hält der Aargauische Apothekerverband in einer Mitteilung fest.
Die sichere Versorgung mit Medikamenten und die persönliche Beratung der Patientinnen und Patienten gehören zu den Kernaufgaben der Apotheken. Gleichzeitig ist ihr Aufgabengebiet in den vergangenen Jahren breiter geworden: Apotheken beraten bei Gesundheitsproblemen, nehmen Erstabklärungen vor, führen Gesundheitschecks durch, impfen und unterstützen bei Prävention und Therapie – vieles davon niederschwellig und ohne Voranmeldung. Diese Kompetenzen des Fachpersonals in den Apotheken können künftig noch stärker dort eingesetzt werden, wo sie für Patientinnen und Patienten einen Mehrwert schaffen und andere Teile des Gesundheitswesens entlasten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Gemeinsam die vorhandenen Kompetenzen besser nutzen
Dass diese Entwicklung gesundheitspolitisch an Bedeutung gewinne, zeige die Antwort des Aargauer Regierungsrats auf eine überparteiliche Interpellation zum sogenannten «Task Shifting». Der Regierungsrat messe der interprofessionellen Zusammenarbeit und dem Task Shifting eine «wesentliche Bedeutung» bei. Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen eine zunehmende Rolle in der erweiterten ambulanten Grundversorgung übernehmen. Bei Apothekerinnen und Apothekern nenne der Regierungsrat im Einklang mit der vom Parlament beschlossenen Gesundheitspolitischen Gesamtplanung konkrete Bereiche, in denen bereits heute Kompetenzen bestünden und weitere Entwicklungen möglich seien: die Betreuung chronisch erkrankter Patientinnen und Patienten, Medikationsmanagement, Triage und Erstabklärung sowie präventive Leistungen.
«Wir müssen die Gesundheitsversorgung gemeinsam denken. Wenn alle Gesundheitsberufe ihre Kompetenzen dort einbringen, wo sie am meisten bewirken, 2 / 2 profitieren am Ende alle – und vor allem die Patientinnen und Patienten», sagt Hans Jürg Engel, Präsident des Aargauischen Apothekerverbands, laut Mitteilung.
"Aufgabenteilung dort, wo sie sinnvoll ist"
Eine sinnvolle Aufgabenteilung bedeute dabei nicht einfach, beliebig Aufgaben von einer Berufsgruppe auf eine andere zu verlagern. Entscheidend sei, dass Kompetenzen dort eingesetzt werden, wo dies für die Versorgung sinnvoll sei. Ein Beispiel dafür ist für die Apotheker die Medikamentenabgabe im Kanton Aargau. Obwohl diese grundsätzlich über die öffentlichen Apotheken erfolgt, dürfen Ärztinnen und Ärzte in akuten Notfällen rezeptpflichtige Medikamente direkt abgeben, heisst es dazu in der Mitteilung. Zudem können sie eine Bewilligung für eine ärztliche Privatapotheke erhalten, wenn die nächste öffentliche Apotheke mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gut erreichbar ist.
So könne die Medikamentenversorgung im Miteinander von Ärzteschaft und Apotheken auch in Randregionen sichergestellt werden. «Es geht nicht darum, möglichst viele Aufgaben für den eigenen Berufsstand zu beanspruchen. Entscheidend ist, wer eine Leistung kompetent und sinnvoll erbringen kann. So schaffen wir gemeinsam eine gute und verlässliche Grundversorgung», wird dazu Silvana Wenzinger, Vizepräsidentin des Aargauischen Apothekerverbands, zitiert.
Tag der Apotheke am 25. September
Der internationale Tag der Apotheke findet am 25. September 2026 statt. Unter dem Motto «Grünes Licht für Konsultationen und Check-Ups» machen laut Mitteilung Apotheken in der ganzen Schweiz ihre vielfältigen Dienstleistungen sichtbar. Zahlreiche Apotheken beteiligen sich mit eigenen Aktionen.
Weitere Informationen und teilnehmende Apotheken: ihre-apotheke.ch