1. Mai unter dem Motto "Jobs und Löhne verteidigen"
Heute wurde auch im Aargau an acht Orten der 1. Mai begangen, nämlich in Aarau, Baden, Bremgarten, Brugg, Lenzburg, Reinach, Rheinfelden und Zofingen. Der Tag stand unter dem Motto Jobs und Löhne verteidigen - Nein zur Abschottung!
In einem Aufruf schrieb der AGB dazu, die Schweiz und die EU-Staaten würden durch Trump-Amerika politisch und wirtschaftlich massiv unter Druck gesetzt. Ausgerechnet in diesen unsicheren Zeiten die Brücken zu unseren
Nachbarn einzureissen, wäre brandgefährlich, wart der AGB. Studien zum
"radikalen SVP-Experiment" sähen eine sinkende Wirtschaftsleistung, weniger Investitionen und Entlassungen voraus.

"Einschränkung von Aufenthaltsrecht und Familiennachzug würde zur Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen führen"
Die Einschränkung von Aufenthaltsrecht und Familiennachzug würde zur Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen führen. Parallel dazu würde
es keine Lohnkontrollen im Rahmen der flankierenden Massnahmen mehr geben, heisst es im Aufruf weiter. Lohndumping und Schwarzarbeit würden ausufern. Das hätte dramatische Folgen für alle Arbeitnehmenden. Zudem gefährdetdie Initiative unsere Renten. Da es immer mehr Pensionierte gibt, hätte der Bevölkerungsdeckel zur Folge, dass der Anteil an Berufstätigen in der Gesamtbevölkerung immer kleiner werden müsse. Mit dem Wegfall der Personenfreizügigkeit würde die AHV hunderttausende Beitragszahlende und Milliarden an
Einnahmen verlieren. Immer weniger Beschäftigte müssten die Renten von immer
mehr Pensionierten finanzieren. Gleichzeitig treibe wirtschaftliche Abschottung
die Teuerung an. Die Folgen, si der AGB in seinem Aufruf: "weniger Geld
in der AHV und weniger Kaufkraft für Rentnerinnen und Rentner."
In Aarau nahmen heute rund 1000 Personen teil. Es sprachen Silvia Dell'Aquila, Präsidentin des AGB, Vania Alleva, Präsidentin Unia Schweiz. Sie sagte, die 10-Millionen-Schweiz-Initiative sei "Klassenkampf von oben". Weiter sprach Özen Aytac, Union der kurdischen Frauenbewegung Schweiz (YJK-S).

In einem Aufruf zum 1. Mai hatte Dell`Aquila schon zuvor geschrieben, das Weltgeschehen mache uns allen Sorgen. Die Zukunft wirke so unsicher wie schon lange nicht mehr. Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und zunehmende soziale Spannungen prägen unsere Zeit. Gleichzeitig geraze auch unsere demokratische Infrastruktur unter Druck. Rechtskonservative Politik sei seit einigen Jahren im Vormarsch – "zum Nachteil von Arbeitnehmenden, Mieter:innen und sozioökonomisch schwächeren Bevölkerungsgruppen".

Auch im Kanton Aargau sei diese Entwicklung deutlich spürbar. Seit den letzten Grossratswahlen können SVP und FDP mit Hilfe der EDU im Kantonsparlament ihre rechtskonservative Politik durchsetzen, was sie regelmässig und mit grosser Arroganz tun, so Dell`Aquila. Aus dem Kantonsbudget seien seither noch mehr Beiträge für Bildung, Sozialstaat und Kultur gestrichen worden, im Namen eines angeblich «schlanken, effizienten Staats» mit tieferen Steuern. Diese Politik schade dem Grossteil der Bevölkerung.